21.05.2015 06:10
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Uri
UR: Gotthard-Fischzucht erhält Konzession
Beim Nordportal des Gotthard-Basistunnels dürfen in einer Laboranlage während fünf Jahren Trüschen und Zander gezüchtet werden. Der Urner Regierungsrat hat eine Konzession zur Nutzung von Wasser aus dem Tunnel erteilt.

Die Konzession ist für fünf Jahre gültig. Sie geht an das Unternehmen Basis57 Nachhaltige Wassernutzung AG, wie die Urner Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte.

Temporäre Laboranlage

Das Unternehmen plant in einem Gebäude der ehemaligen Abwasserreinigungsanlage in Erstfeld eine temporäre Laboranlage. Vorgesehen sind zwei unabhängige Kreislaufanlagen mit zwölf respektive zehn Becken. Das Wasser soll über eine neue Wasserleitung vom Vereinigungsbauwerk auf der Parzelle der AlpTransit AG zugeführt werden.

Mit der Laboranlage wollen die Verantwortlichen das Wachstum der Fischarten Trüschen und Zander unter verschiedenen Bedingungen, Reinigungsmassnahmen und Wärmebilanzen untersuchen. Das Labor soll regelmässig kontrolliert werden.

Staatlich gefördert

Eine ortsanssässige Person soll tägliche Kontrollgänge durchführen. Zudem wird die Anlage mit Videokameras überwacht. Eine Fachperson der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften besucht die Becken zudem zweimal wöchentlich und betreut sie. Das Projekt wird von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) des Bundes gefördert. Die geplanten Versuchsreihen sind für eine Dauer von zwei Jahren bewilligt. Diese könnten jedoch für weitere Abklärungen verlängert werden.

Der neue NEAT-Basistunnel zwischen Erstfeld UR und Bodio TI wird im Herbst 2016 in Betrieb genommen. Im November 2014 hatten sich die AlpTransit AG und die Basis57 über die Abtretung einer 2,5 Hektaren grossen Parzelle direkt beim Nordportal des Tunnels geeinigt. Darauf will die Basis57 ab dem Jahr 2017 einen Fischzuchtbetrieb aufbauen.

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