7.12.2017 18:15
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wallis
Wallis: Anklage wegen Wolfsabschuss
Die Walliser Staatsanwaltschaft hat im Fall eines erschossenen Wolfes Anklage gegen einen Einheimischen erhoben. Der stark verweste Tierkadaver war am 7. März 2016 von einem Fischer am Ufer der Rhone westlich von Raron VS entdeckt worden.

Todesursache bildete der Schuss aus einem Gewehr, der das Herz des Tieres getroffen hatte. DNA-Analysen ergaben, dass es sich beim erschossenen Tier um den Wolf M63 gehandelt hatte. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis hatte in der Folge ein Untersuchungsverfahren eröffnet, das inzwischen abgeschlossen wurde.

Sie hat nun gestützt darauf beim Bezirksgericht Brig Anklage gegen eine in der Region wohnhafte Person erhoben, wie sie am Donnerstag bekannt gab. Der beschuldigten Person würden neben dem Abschuss des Wolfs diverse weitere Widerhandlungen gegen die Jagd- und die Waffengesetzgebung vorgeworfen. Es gelte die Unschuldsvermutung, heisst es weiter.

Es handelt sich nicht um den ersten derartigen Fall im Wallis. Im vergangenen Februar war im Val d'Anniviers eine Wölfin gewildert worden. Auch in diesem Fall hatte die Walliser Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eröffnet, wobei es angeblich mehrere Tatverdächtige geben soll. Die Gruppe Wolf hatte für Hinweise, die ihr gemeldet werden und zur Ergreifung von Wolfswilderern führen, eine Belohnung von 10'000 Franken ausgesetzt.

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