21.12.2015 16:58
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wild
Wallis setzt bei Wildruhezonen auf Bergführer
Der Kanton Wallis setzt bei der Planung von neuen Wildruhezonen künftig auf die Beteiligung der Bergsportverbände. Dafür wurde eine Austauschplattform eingerichtet.

In der Austauschplattform will der Kanton Wallis neben dem Alpenclub auch den Schweizer Bergführerverband, den Walliser Bergführerverband sowie den Verband Schweizer Wanderleiter bei den Planungen der Wildruhezonen beteiligen.

Damit sollen die Interessen der Wildtiere, des Waldes und des Wintersports in freier Natur unter einen Hut gebracht werden, wie der Kanton Wallis am Montag mitteilte. Diese Verbände sollen künftig bei der Ausscheidung rechtsverbindlicher Wildruhezonen auch in die Anhörung einbezogen werden.

Die Bergführer begrüssen die Austauschplattform. Der Alpenclub war 2013 gegen zwei Wildruhezonen in der Nähe von Walliser Skigebieten bis vor Bundesgericht gegangen. Das höchste Gericht anerkannte den SAC jedoch nicht als Einsprecher.

Bergführer zufrieden

Der Rechtsstreit diente auch dazu, eine Debatte über die Beteiligung zu lancieren. Die Bergführer seien nun angehört worden, sagte am Montag Pierre Mathey vom Schweizer Bergführerverband. Damit werde eine bisherige Informationslücke geschlossen. Für die diesjährige Wintersaison bleiben die Wildruhezonen unverändert. Es gebe rund 140 nicht verbindliche Wildruhezonen, in denen den Wintersportlern gewisse Verhaltensregeln empfohlen würden.

Ein Wintersportverbot herrscht in 13 sogenannten roten Zonen, sieben davon liegen in der Nähe von Skigebieten. Skifahrer, die sich in diese Zonen wagen, riskieren eine Busse. Die Zonen sind auf einer interaktiven Karte im Internet ersichtlich.

www.respektiere-deine-grenzen.ch

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