20.05.2016 16:05
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Fische
Wanderung soll für Aale sicherer werden
Wasserkraftwerke stellen für Fische wie den Aal oft ein unüberwindbares Hindernis bei ihrer Wanderung dar. Die Gewässerschutzorganisation Aqua Viva fordert, dass sanierungsbedürftige Wasserkraftanlagen mit Abstiegsanlagen ausgestattet werden.

Flussaufwärts wiesen die meisten Wasserkraftwerke im Rhein bereits Fischaufstiegshilfen auf, teilte Aqua Viva am Freitag anlässlich des World Fish Migration-Day vom Samstag mit. Die Rückreise sei aber noch viel gefährlicher. So schwimme der Aal entlang der Hauptströmung, welche bei Kraftwerken direkt in die Turbinen führe.

Fischabstiegsanlagen fehlten vielerorts. So wandern gemäss Zahlen des Bundesamts für Umwelt (BAFU) jedes Jahr mehr als 90'000 Aale aus der Schweiz in den Hochrhein in Richtung Nordsee ab - aber nur jeder zehnte Aal schafft es bis zur Landesgrenze, wie Aqua Viva schreibt. Allein von unterhalb des Rheinfalls bis Basel muss ein Aal zehn Kraftwerke überwinden. Im Oberrhein folgen danach noch einmal deren zehn.

Für den Europäischen Aal, den die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als stark gefährdet listet, sind diese Verluste einschneidend. Jedes Exemplar, das in den Atlantik und danach zu seiner Geburtsstätte, der Saragosse-See östlich von Florida, zurückkehrt und sich dort fortpflanzt, sei wichtig zur Rettung des abnehmenden Bestandes.

Deshalb soll die Wanderung flussabwärts sicherer gestaltet werden. Dazu müssten die 1000 sanierungsbedürftigen Wasserkraftanlagen um Fischabstiegsanlagen ergänzt werden, fordert die Organisation.

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