20.11.2018 12:21
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Tierwohl
Weidehaltung stärker fördern
Um beim Tierwohl international führend zu bleiben, muss die Weidehaltung in der Schweiz stärker gefördert werden. Für den Vorstand von Mutterkuh Schweiz ist der zusätzliche Weidebeitrag im RAUS-Programm ein Schritt in die richtige Richtung.

Vermittelt man den Steuerzahlern und Konsumenten die Inhalte des RAUS-Programms, steht die Weide im Mittelpunkt. Tatsächlich heisst RAUS jedoch sehr oft nicht Weide, sondern auch während des Sommers lediglich Auslauf in einem Laufhof. Diese ist zweifellos einer Haltung ohne jeglichen Auslauf an die frische Luft vorzuziehen.

Was den natürlichen Bedürfnissen der Tiere jedoch nicht im gleichen Ausmass wie die Weidehaltung entspreche, schreibt Mutterkuh Schweiz in einer Mitteilung. Bis anhin wurde beim Rindvieh für die Standardvariante mit Weide und für die Alternativvariante für Masttiere ohne Weide der gleich hohe Tierwohlbeitrag entrichtet.

Zusätzlicher Beitrag für Kälber, Ochsen und Stiere

Für Kälber, Ochsen und Stiere wird neu ein zusätzlicher Beitrag bezahlt, wenn sie während der Vegetationsperiode auf die Weide dürfen. Das hat der Bundesrat innerhalb des Verordnungspakets 2018 entschieden. Mutterkuh Schweiz begrüsst diesen Entscheid. Der zusätzliche Anreiz für die Weide erachten sie als wichtig.

Zwar führt die Schweiz immer noch mit deutlichem Abstand, was das Tierwohl angeht. Eine Studie von Agridea im Auftrag des Vereins für eine Qualitätsstrategie der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft zeigt jedoch, dass andere Länder beim Tierwohl aufholen.

Die Weide ist im internationalen Vergleich eine wichtige Stärke der Schweizer Landwirtschaft. Diese gilt es zu pflegen. Sie sei nicht nur gut für die Tiere, sondern auch für die Umwelt: Die Ammoniakemissionen sind auf der Weide nämlich deutlich tiefer als im Laufhof, weiss Mutterkuh Schweiz weiter.

Ausreichend fördern

Deshalb verlangt die Organisation, das Tierwohl und insbesondere die Weidehaltung in der künftigen Agrarpolitik ausreichend zu fördern. Dazu gehöre ein Weidebeitrag für alle Rindviehkategorien inkl. Kühe und ein glaubwürdiges, starkes Programm für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion (GMF).


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