15.02.2020 14:23
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
Österreich
Weniger Rinder und Schafe
In Österreich wurden 2019 um 1,7% weniger Rinder gehalten als 2018. Auch die Zahl der Schafe war rückläufig.

Die Erhebung des Nutztierbestands für das Jahr 2019 durch die Statistik Austria hat zum Stichtag 1. Dezember gegenüber dem Jahr davor ein leichtes Minus von 1,7% (33.300 Tiere) auf rund 1,88 Mio. Rinder bundesweit ergeben. Die Zahl der Schweine blieb mit einem Minus von 0,1% (3'300 Tiere) nahezu unverändert bei 2,77 Mio. Zugleich sank die Zahl der Schafe um 0,9% auf 403'000 Tiere, während der Ziegenbestand um 1,1% auf 92.500 Tiere zulegte. 

Um 1,7% weniger Rinder auf heimischen Bauernhöfen 

Mit einem Minus von 2,1% verringerte sich der Bestand an Jungrindern unter einem Jahr auf 605'000 Tiere, die Zahl an Schlachtkälbern um 1,8% auf 152'000, die anderer Kälber und Jungrinder um 2,2% auf 453.000. 

Ein leichter Rückgang (-0,5%) auf 426.000 Tiere wurde auch in der Altersklasse der ein bis unter zwei Jahre alten Rinder verzeichnet. Dabei stieg sowohl die Anzahl an Stieren und Ochsen (+1,1% auf 165'000) als auch die der Schlachtkalbinnen (+1,9% auf 78'100). Nutz- und Zuchtkalbinnen reduzierten sich hingegen um 2,8% auf 183'000 Tiere. 

Im Vergleich zu Dezember 2018 verringerte sich die Gruppe der zumindest zwei Jahre alten Rinder um 2,1% auf 848'000 Tiere. Ein leichter Zuwachs wurde dort lediglich bei Stieren und Ochsen (+0,9% auf 20'000) verzeichnet, während sich die restlichen Bestände rückläufig verhielten: Schlachtkalbinnen -2,5% auf 18'700, Nutz- und Zuchtkalbinnen -4,6% auf 89'400, Milchkühe -1,7% auf 524'000 sowie andere Kühe -2,5% auf 195'000 Tiere. 

Um 2,5% weniger Rinder haltende Betriebe in Österreich 

Die Zahl der zum Stichtag Rinder haltenden Betriebe nahm innerhalb des Jahres 2019 um 2,5% auf 56'400 ab. Die durchschnittliche Bestandsdichte blieb stabil bei 33 Rindern je Betrieb. 

Schweinebestand nahezu unverändert (-0,1%) 

Im Jahresvergleich konnten sowohl bei Ferkeln und Jungschweinen (+0,4% auf 1,37 Mio.) als auch bei Zuchtschweinen (+0,6% auf 234'000) Bestandszunahmen verzeichnet werden. Die Zahl an Mastschweinen ging jedoch leicht zurück (-0,9% auf 1,17 Mio. Stück). 

Im Detailvergleich sank der Ferkelbestand um 0,3% auf 651'000, jener an Jungschweinen erhöhte sich um 1,0% auf 722'000 Tiere. Weiters stieg die Zahl der Mastschweine in den Gewichtsklassen 50 bis unter 80 kg (+0,7% auf 558'000) und zumindest 110 kg schweren Tieren (+2,6% auf 138'000).

Mit einem Minus von 3,7% nahm dagegen der Bestand an 80 bis unter 110 kg schweren Mastschweinen auf 470'000 Tiere ab. Bei den Zuchtsauen stand einer Zunahme bei der Zahl an Jungsauen (+5,9% auf 46'800) ein Rückgang bei den älteren Tieren (-0,6% auf 183'000) gegenüber. Zugleich lag die Zahl der gedeckten Sauen bei insgesamt 162'000 (+0,3%). Der Anteil der in der Schweinehaltung maßgeblichen Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark nahm mit 93,5% des Gesamtbestands geringfügig zu (2018: 93,4%). 

Weniger Schafe (-0,9%), mehr Ziegen (+1,1%) 

Bei Schafen gab es gegenüber Dezember 2018 Rückgänge sowohl bei Muttertieren und gedeckten Lämmern (-0,6% auf 241'000) als auch bei anderen Schafen (-1,3% auf 162'000). Während die Gruppe der bereits gezickelten sowie der gedeckten Ziegen um 0,5% kleiner wurde (60'100), vergrösserte sie sich bei den anderen Ziegen um 4,2% (insgesamt 32'400 Tiere).

 

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