17.04.2015 13:53
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bienen
Wildbienen mögen Siedlungsgebiet
Der Siedlungsraum kann eine überraschend hohe Wildbienenvielfalt bergen - höher als das intensiv genutzte Kulturland. Eine neue Broschüre des Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz zeigt auf, wie man den Bienen in der Nachbarschaft helfen kann.

Unter günstigen Bedingungen können in Städten 50 bis 90 Prozent des regionalen Artenbestandes vorkommen und in Privatgärten 50 bis über 100 Arten leben, schreibt die Naturschutzorganisation. Was sie vor allem brauchen, ist ein reiches Nahrungsangebot und Kleinstrukturen als Nistplätze.
Auf besonders artenreichen Blumenwiesen können zwischen 35 und 60 Pflanzenarten vorkommen. Sie lassen sich vielerorts anlegen: in Parks, Wohnumgebungen, Firmenarealen, Gärten, Arealen von öffentlichen Gebäuden oder auf Böschungen entlang von Wegen und Strassen und sogar auf Dächern.

Wichtig ist, dass die Wiesen nicht zu früh gemäht werden, damit sich die Pflanzen versamen können. Auch geringe Distanzen von maximal 200 bis 300 Metern zwischen Futterpflanzen und Nistplätzen sind essentiell. Für Letztere braucht es unbebaute, locker bewachsene Flächen etwa an Böschungen, in Gärten oder auf Baulandbrachen - oder aber künstlich angelegte «Bienenhotels».

Die meisten Wildbienen haben spezifische Flugzeiten, die in der Regel nur ein bis zwei Monate dauern. Je kontinuierlicher deshalb das Blütenangebot von März bis Oktober ist, desto mehr verschiedene Wildbienenarten können in einer Landschaft vorkommen. Die Broschüre «Blumenreiche Lebensräume und Wildbienen im Siedlungsgebiet» kann beim Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz bestellt werden.

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