Montag, 28. November 2022
24.09.2022 10:44
EU

Wolf: EU-Agrarminister überprüfen Schutz 

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Von: aiz

Bei einem Treffen der EU-Agrarminister am kommenden Montag in Brüssel will der österreichische Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig mit Unterstützung von sechs weiteren EU-Staaten die EU-Kommission zu einer Überprüfung des Rechtsrahmens auffordern, der unter anderem Wölfe unter strengen Schutz stellt.

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) der EU sei 30 Jahre alt, «damals gab es in Österreich keine Wölfe», kritisierte Totschnig laut APA vorab. «Mittlerweile bedroht der Wolf unsere heimische Almen-, Land- und Tourismuswirtschaft», warnte der Landwirtschaftsminister.

In Österreich wurden laut dem Österreichzentrum Bär Wolf Luchs dieses Jahr 31 Wolfsindividuen nachgewiesen – Tendenz steigend. Gerissen wurden insgesamt 489 Schafe und Ziegen sowie ein Rind. In Europa liegt die Zahl der Wölfe bei schätzungsweise 17’000.

«Wolf kennt keine Landesgrenzen»

Totschnig pocht auf eine europäische Lösung: «Der Wolf kennt keine Landesgrenzen.» Dazu soll es ein «europaweit einheitliches, umfassendes und systematisches Monitoring der Beutegreifer» geben.

Zudem fordern die sieben EU-Staaten zusätzliche EU-Gelder, unter anderem für Herdenschutzmassnahmen oder ein Kompensationssystem für Landwirte. Unterstützende Mitgliedstaaten sind Kroatien, Finnland, Ungarn, Lettland, Rumänien und die Slowakei.

Ukraine beschäftigt

Ganz oben auf der Tagesordnung der EU-Agrarminister steht der Krieg in der Ukraine. Mit Hilfe der EU-Kommission sind bisher insgesamt 14 Mio. t an landwirtschaftlichen Produkten aus der Ukraine exportiert worden.

61% der Güter wie Getreide oder Ölsaaten wurden laut einem EU-Beamten über die speziell errichteten Korridore transportiert, die restlichen 39% über das Schwarze Meer.

«Solange sich die Situation am Schwarzen Meer nicht stabilisiert hat, werden die Solidaritätskorridore weiterhin eine wichtige Rolle spielen», erklärte Totschnig. Gleichzeitig betonte der Minister, dass die Versorgung mit Lebensmitteln in Österreich weiterhin gesichert sei.

 

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