Freitag, 22. Januar 2021
23.11.2020 18:30
Wolf

Wolfsrisse in mehreren Kantonen

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Von: blu

Über das Wochenende wurden in den Kantonen Luzern, Bern und Appenzell Ausserrhoden mehrere tote und schwer verletzte Schafe aufgefunden. Bei den Angreifern dürfte es sich um Wölfe handeln.

Die Wolfspopulation in der Schweiz nimmt zu. Und die Raubtiere breiten sich immer mehr aus und stossen auch ins Mittelland vor. Es kommt zu Konflikten mit Tierhaltern. 

Wolfsalarm im Entlebuch

Am Sonntag wurde von der Dienststelle für Landwirtschaft und Wald (Lawa) des Kantons Luzern Wolfsalarm ausgelöst. Wie die «Luzerner Zeitung» berichtet, wurde im Gebiet Rengg bei Entlebuch in der Nacht auf Sonntag auf einer Weide ein Schaf gerissen. «Die Spuren am Tier weisen eindeutig auf einen Wolf hin», sagt Wildhüter Daniel Schmid zur Zeitung. Er empfiehlt Tierhaltern in der Region, Schafe und Ziegen in der Nacht einzustallen.

Bereits vor drei Wochen wurde in diesem Gebiet ein Schaf gerissen. «Wir stellen fest, dass seit ein paar Wochen ein Wolf im Gebiet um den Pilatus und im vorderen Entlebuch präsent ist», so Schmid weiter. Bei Kriens wurde am Samstag ein Wolf gesichtet. Ob es sich um denselben Wolf handelt, der für den Schafsriss in der Gemeinde Entlebuch verantwortlich ist, soll die Auswertung einer DNA-Probe zeigen.

Wolf reisst Schafe bei Bauernhaus

Im Kanton Bern hat gemäss einem Bericht des TV-Senders «Telebärn» ein Wolf in der Nacht auf Sonntag in Thierachern bei Thun ein Schaf getötet und mehrere Tiere verletzt. Sie mussten vom Wildhüter erschossen werden. «Furchtbar sei das gewesen», erklärt Fitz Zimmermann gegenüber dem TV-Sender. Die Weide befindet sich lediglich 100 Meter vom Bauernhaus und nicht weit von einem Wohngebiet entfernt. Die Schafe waren durch einen Elektrozaun geschützt, der Wolf liess sich davon nicht abschrecken.

11 Risse seit Ende Oktober

Auch in den Kantonen St. Gallen sowie Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden wurde Schafe gerissen. Seit dem 28. Oktober 2020 wurden im St.Galler Rheintal und den angrenzenden Gebieten in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden insgesamt elf Schafe und eine Ziege von Wölfen getötet und fünf weitere Schafe verletzt. Mehrere Sichtbeobachtungen erfolgten auf relativ kurze Distanz. In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind gemäss der Jagdverwaltung Appenzell Ausserrhoden in Urnäsch UR zwei Schafe durch einen Wolf gerissen worden. Die Wildhüter haben DNA-Proben an den Rissen entnommen. Die Kantone gehen davon aus, dass sich mehrere Wölfe im Gebiet aufhalten. Den Tierhaltern wird empfohlen, auf der Weide einen «wirkungsvollen Herdenschutz» mit mehreren stromführenden Drähten zu installieren. Wenn möglich sollten die Schafe nachts eingestallt werden, heisst es in der Mitteilung weiter.

4 Responses

  1. das macht doch nüd dä muass au läba spötischtens wenn miar nüd meh gfressa hen merkans au Di dümmschta Besserwisser SPler Grüana und dr WWF dass mar dia Wölf aso behandla müan wias üsari Vorfahra gmacht hen.Im Idealfall hoffantli müan zerscht dia hungara wos azettlat und innakholt hen.

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