Mittwoch, 21. April 2021
27.02.2021 17:30
Deutschland

19 Millionen Euro für mehr Wiesenvogelschutz

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Von: AgE

 Mit insgesamt 19 Mio Euro (20,8 Franken) wollen die EUKommission und die Düsseldorfer Landesregierung den Schutz von Wiesenvögeln in Nordrhein-Westfalen voranbringen. 

 Wie das Landwirtschaftsministeriumin der vergangenen Woche berichtete, sollen insbesondere sensible Vogelarten wie Uferschnepfe, Rotschenkel und Wiesenpieper vom Schutz extensiver Feuchtwiesen  profitieren. Neben der Wiederherstellung von Lebensräumen müssten die am Boden brütenden Vögel auch vor Fressfeinden wie Füchsen oder Waschbären geschützt werden.

Im Rahmen des Projekts würden ausserdem Ehrenamtliche die Nester von Kiebitzen auf Ackerflächen suchen und markieren, so dass die Gelege bei der landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung ausgespart werden könnten. Erste Schulungen in den Vogelschutzgebieten Unterer Niederrhein,  Hellwegbörde und Bastauniederung fänden bereits in Kürze statt.

Zur Projektkulisse gehören laut Ministerium acht EU-Vogelschutzgebiete des nordrhein-westfälischen Tieflandes von munteren Niederrhein bis in den Kreis Minden-Lübbecke, die einen wichtigen Baustein des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 bilden. Die Projektmassnahmen würden von den beteiligten Biologischen Stationen umgesetzt.

Das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) übernehme die Projektkoordination und -verwaltung und schaffe zu diesem Zweck drei Vollzeitstellen; weitere fünf Stellen zur praktischen Umsetzung seien bei den Biostationen angesiedelt. Auf Landesebene und in den beteiligten Kreisen seien Projektbeiräte etabliert worden, in denen neben den beteiligten Behörden auch die Verbände der Landwirtschaft, der Jagd und des Naturschutzes vertreten seien.

Nach Angaben von Ressortchefin Ursula Heinen-Esser handelt es sich bei dem Projekt um das bisher grösste Vorhaben des EU-LIFE-Programms für Umwelt- und Klimaschutzprojekte in Nordrhein-Westfalen.

Indem  artenreiches Grünland erhalten und gestärkt werde, würden Kulturlandschaften für den Artenschutz geschaffen. Nicht nur Wiesenvögel würden geschützt, sondern ganze Lebensräume. Das Projekt
stehe vorbildhaft für praktischen, kooperativen Naturschutz und die erfolgreiche Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft.

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