14.12.2016 15:47
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Obwalden
Preis an Alp-Brie-Produzent
Der Kanton Obwalden unterstützt seit 15 Jahren regionale Landwirtschaftsprodukte, die den Absatz fördern und die Wertschöpfung verbessern. Der diesjährige Preis verleiht der Kanton an das Projekt «Glaubenbieler Alp-Brie» von Margrith und Ueli Zumstein-Emmenegger aus Giswil.

«Mit ihrem innovativen Produktions- und Vermarktungskonzept im Besonderen, aber dem in einer Nische angesiedelten Alp-Brie haben Margrith und Ueli Zumstein-Emmenegger die Wertschöpfung ihres Alpkäsereibetriebs sowie der Alpmilchlieferanten wesentlich gesteigert», begründet der Kanton Obwalden in einer Mitteilung seine Wahl.

Zudem würde den Konsumenten gleichzeitig eine reiche Auswahl an weiteren gesunden, natürlichen und qualitativ hochstehenden Alpprodukten präsentiert, heisst es weiter. 2016 haben Zumsteins in der Alpkäserei Glaubenbielen rund 150'000 Kilo Milch von 115 Milchkühen verarbeitet. Die Tiere werden von acht Landwirten auf den Alpen gesömmert.

Dank dem Ausbau der Käserei wurde die verarbeitete Milchmenge in den vergangenen Jahren stetig ausgeweitet. Produziert werden nebst Jogurt, Butter und Rahm zehn verschiedene Alpkäse. Dazu zählen traditionelle Alpkäse wie auch der Rotspitz- und der Benjikäse sowie ein Bratkäse. Auch Weichkäse wird fabriziert. Eine Novität ist der Glaubenbieler Alp-Brie.

Verkauft werden die Produkte über einem Automaten beim Parkplatz Glaubenbielen. Zudem haben Zumsteins in den vergangenen Jahren die Alpgartenwirtschaft Glaubenbielen mit Direktvermarktung ihrer Alpprodukte auf- und ausgebaut. Margrith und Ueli Zumstein betreiben die Alpkäserei als selbstständige Milchverarbeiter seit dem Jahr 2004.

Anforderungen an die Unterstützung

Mit den Innovationsbeiträgen unterstützt das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Obwalden Projekte in der Landwirtschaft. Die Anforderungen für die Gewährung eines Innovationsbeitrages hat der Regierungsrat in Ausführungsbestimmungen festgelegt. Die Projekte müssen den Absatz der landwirtschaftlichen Erzeugnisse fördern und eine positive Wirkung auf den Produzentenpreis haben. Das Projekt darf der Agrarpolitik und den regionalwirtschaftlichen Interessen nicht zuwiderlaufen. Es muss langfristig und nachhaltig ausgerichtet sein. Für die Beurteilung der Gesuche beauftragt das Volkswirtschaftsdepartement jeweils die Landwirtschaftskommission.

Seit 2001 konnten 28 innovative land- und alpwirtschaftliche Projekte ausgezeichnet werden.

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