Sonntag, 4. Dezember 2022
06.09.2022 12:17
Auszeichnung

Prix Montagne an Festival – Murmeli-Salbe bei Publikum vorne

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Von: sda/blu

Der mit 40’000 Franken dotierte Prix Montagne geht dieses Jahr an das «Palp Festival et Village» im Unterwallis. Der Publikumspreis geht ins Berner Oberland und zeichnet eine Murmeli-Kräutersalbe aus.

Mit Konzerten, Ausstellungen und kulinarischen Anlässen lässt das 14-köpfige Team des Festivals die Traditionen und das kulturelle Erbe der Berggebiete wieder aufleben, wie die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete (SAB) und die Schweizer Berghilfe am Dienstag bekannt gaben.

Impulse für Bergregion

Das Palp Festival locke jährlich über 35’000 Besucherinnen und Besuchern an verschiedene symbolträchtige Orte im Unterwallis. Zum Beispiel zum Lac du Luché im Bergdorf Lens, wo man auf einem zum Wohnzimmer umfunktionierten Floss einem Konzert lauschen kann. Oder auf die Berge im Val de Bagnes, wo in luftiger Höhe die Veranstaltung «Rocklette» die Tradition des Raclettes mit Rockmusik verbindet.

Dadurch bringt das Palp Festival wichtige neue Impulse in die Walliser Bergregionen. Für Eric Bianco, Leiter Dienststelle für Wirtschaft, Tourismus und Innovation beim Kanton Wallis, von wichtiger Bedeutung: «Palp Festival und Village bringen wertvolle kulturelle Anlässe in die Berggebiete und zeigen, dass man auch in Randregionen eine Wertschöpfung erzielen kann».

Rohstoffe aus dem Oberland

Der Publikumspreis 2022, der mit 20’000 Franken dotiert ist, geht an Puralpina aus Frutigen im Berner Oberland. Das Familienunternehmen stellt Murmeli-Kräutersalbe her. «Für unsere handgemachte Naturkosmetik verwenden wir nur natürliche Rohstoffe und Essenzen, wenn möglich aus der Region», sagt Geschäftsführer Reto Schmid. Nebst der eigenen Naturkosmetik hat die Puralpina auch viele andere Schweizer Naturprodukte im Sortiment, die sie online oder in ihren Läden in Frutigen, Luzern und Zermatt verkauft.

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte von Puralpina vor 30 Jahren, in einem Kuhstall in Frutigen: «1992 habe ich zu Hause die erste Murmeli-Kräutersalbe hergestellt», erzählt Andreas Schmid, Vater von Reto und Silvan, den heutigen Chefs. Die Rohstoffe stammen aus der Region: Berg-Hauswurz statt Aloe Vera, Tannenharz statt Palmöl oder Bienenwachs statt Kokosfett – alles Rohstoffe aus dem Berner Oberland. Auch das Murmeliöl wird als Nebenprodukt aus Schweizer Jagd gewonnen. «Als Jäger wollte ich möglichst alles vom Tier aus der Jagd verwerten», sagt Andreas Schmid. Das für die Herstellung der Murmeli-Kräutersalbe verwendete Murmeltieröl und die dazu benötigten Wildfette stammen nach wie vor ausnahmslos aus Schweizer Jagd.

54 Projekte eingereicht

Bereits zum zwölften Mal zeichneten SAB und die Schweizer Berghilfe wirtschaftlich erfolgreiche Projekte und Unternehmen aus dem Berggebiet aus, wie es weiter hiess. Diese Projekte leisteten einen Beitrag zur Wertschöpfung, zur Beschäftigung oder zu ökonomischer Vielfalt.

Beim Prix-Montagne-Jahrgang 2022 seien insgesamt 54 Projekte aus allen Landesteilen der Schweiz eingereicht worden. Aus diesen Projekten habe die Jury sechs Favoriten bestimmt. An der Online-Abstimmung um den Publikumspreis nahmen dieses Jahr über 7000 Personen teil.

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