Donnerstag, 20. Januar 2022
11.01.2022 18:00
Forschung

Algorithmus ermöglicht energiesparendes Heizen

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Von: sda

Zwei Empa-Forscher haben einen Algorithmus entwickelt, der Thermostate auf eine intelligente Art und Weise regelt. Bis zu zwölf Stunden im Voraus könnten damit Gebäude möglichst energieeffizient gekühlt oder geheizt werden.

Heizen und Kühlen tragen massgeblich zum CO2-Ausstoss bei. Die Empa-Forscher Felix Bünning und Benjamin Huber überlegten sich daher einen Ansatz, mit dem sich Energie sparen liesse und Emissionen reduziert werden könnten. Die Idee: Ein Algorithmus, der anhand von Gebäudedaten, Wettervorhersagen und Sonneneinstrahlung einen Thermostat vorausschauend regelt.

Experimente im Forschungsgebäude «Nest» in Dübendorf ZH von der Empa und Eawag hätten gezeigt, «dass mit diesem Ansatz eine Energieeinsparung zwischen 26 und 49 Prozent erreicht werden kann», erklärte Bünning gemäss einer Mitteilung der Empa vom Dienstag.

Denn herkömmliche Thermostate reagierten abrupt und heftig, wenn die Temperatur einen gewissen Schwellenwert unter- oder überschreite, was viel Energie und schlussendlich Geld verschlinge, so die Empa.

Lotteriefonds unterstützt

Bünning und Huber gründeten das Spin-off «viboo», um mit Thermostatherstellern zusammenzuarbeiten und ihren Algorithmus auf deren Temperaturreglern laufen zu lassen. Mit dem Unternehmen Danfoss führen sie nun ein erstes Pilotprojekt durch. Dazu sollen intelligente Thermostate im Verwaltungsgebäude der Empa installiert werden, um zu überprüfen, wie effizient der Algorithmus die Temperatur einstellt und wie hoch das Potential der «viboo»-Erfindung in älteren Gebäuden ist.

Um die Entwicklung weiter voranzutreiben, erhielten die beiden Forscher bereits 40’000 Franken von der Förderinitiative Venture Kick, wie Empa weiter mitteilte. Zudem werden sie im Rahmen des «BRIDGE Proof of Concept Fellowship» vom Schweizerischen Nationalfonds und Innosuisse unterstützt.

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