6.09.2018 10:14
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Forschung
7000 Jahre alte Käsereste untersucht
Im Mittelmeerraum haben Menschen anscheinend schon vor mehr als 7000 Jahren Käse hergestellt.

Darauf weisen Rückstände auf Tonscherben hin, die Forscher um Sarah McClure von der Pennsylvania State University analysiert haben. Möglicherweise habe die Verfügbarkeit von verarbeiteten Milchprodukten wie Käse zu einem Rückgang des Säuglingssterbens geführt, schreiben die Forscher im Fachmagazin «PLOS ONE».

Fettsäurereste an Tonscherben

Die Wissenschaftler haben Fettsäurereste an Tonscherben untersucht, die sie in zwei Ortschaften an der dalmatinischen Küste Kroatiens gefunden hatten. Radiokarbondatierungen hatten ergeben, dass der Ort Pokrovnik zwischen etwa 6000 und 5000 Jahren vor Christus durchgängig besiedelt war.

In Danilo Bitinj lebten Menschen von etwa 5300 bis 4800 vor Christus. Die Tonscherben, die die Forscher untersuchten, stammten aus unterschiedlichen Zeiten, was unter anderem auch an unterschiedlichen Formen, Modellen, Verzierungstechniken und technischen Verfahren zu erkennen sei.

Bereits an 7700 Jahre alten Tonscherben wiesen die Forscher Milchreste nach. Spuren von Käse fanden sie erst an 7200 Jahre alten Gefässen.

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