15.09.2016 15:10
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Genf
100'000 Kompost-Kübel für Genf
Der Kanton Genf verteilt der Bevölkerung 100'000 Kompost-Kübel, um die Mülltrennung in den Haushalten voranzutreiben. Nach wie vor stehen Anreize statt Zwang im Vordergrund - Genf will nach wie vor keine gebührenpflichtige Abfallsäcke einführen.

«Wir sind davon überzeugt, dass die Genferinnen und Genfer mitspielen werden», sagte am Montag der zuständige Staatsrat Luc Barthassat (CVP). Der Kanton will die Quote der Mülltrennung von derzeit 46 Prozent auf über 50 Prozent zu steigern. Allein in der Stadt Genf werden 50'000 der grünen Kompost-Kübel verteilt, die andere Hälfte geht an die Einwohner von 20 Gemeinden. Die Kübel verfügen über einen Deckel, haben aber in den Aussenwänden viele Lüftungslöcher.

Sie sollen auch mehrere 10'000 Franken bei der Kehrichtverbrennung sparen. Die Küchenabfälle bestünden zur Mehrheit aus Wasser und hätten deshalb nichts in den Abfallsäcken zu suchen, hielten der Kanton und die Stadt Genf am Montag fest.

Genf ist neben dem Unterwallis die einzige Region in der Romandie, in der es noch keine Sackgebühr gibt. Im Unterwallis soll jedoch 2017 eine Gebühr eingeführt werden. Das Bundesgericht hatte 2011 entschieden, dass maximal 30 Prozent der Kosten für die Abfallbeseitigung mit Steuergeldern bezahlt werden dürfen.

Den Rest muss der Verursacher berappen - ob durch eine Gebühr nach Gewicht oder via eine Sackgebühr, war den Richtern einerlei. Als erste Gemeinde der Schweiz hatte St. Gallen 1975 die Sackgebühr eingeführt.

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