8.05.2018 20:09
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Italien
18 Rinder auf Hof verendet
Ein krasser Fall von Tierquälerei ereignete sich in den vergangenen Wochen auf einem Hof im Südtirol ab. Bei Pfitsch sind in einem Stall 18 tote Rinder aufgefunden. 8 Tiere konnten noch gerettet werden.

Den schrecklichen Fund machten die Carabinieri am vergangenen Freitagnachmittag auf einem Hof in Wiesen im Südtiroler Wipptal, wie verschiedene Medien berichten. Die 18 toten Rinder wurden in kniehohen Mist gefunden. Die Türe zum Stall liess sich fast nicht mehr öffnen. Gemäss Angaben der Polizei wurden die Tiere über längere Zeit vom Bauern vernachlässigt. Sie seien qualvoll verendet.

Acht Tiere haben die Tortur überlebt. Sie waren mit Exkrementen bedeckt. Die Feuerwehr konnte die aus dem Kot und Mist befreien. Sie versorgten anschliessend die panischen Tiere mit Futter und Wasser. Die Tiere befinden sich momentan auf einer Weide neben dem Hof, sie sollen aber später versteigert werden.

Umgehend nach der Entdeckung wurde der Stall auf Anordnung der Bozner Staatsanwaltschaft versiegelt. Derzeit ist eine Spezialfirma mit der Räumung des Stalles beschäftigt. Weshalb der Landwirt die Tiere vernachlässigt hat, ist noch unklar. Die Behörden sind einem Hinweis nachgegangen, der sie auf die Missstände aufmerksam machte. Insgesamt hat der Landwirt rund 30 Rinder gehalten.


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