Dienstag, 27. Juli 2021
22.12.2017 17:58
Klima

2017:Wärmer, sonniger und trockener

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Wärmer, sonniger und mit weniger Niederschlag als üblich: So lässt sich das Wetterjahr 2017 zusammenfassen. Auf der Alpensüdseite und im Wallis waren die Temperaturen bis zu 1,2 Grad höher als im Vergleich zu den Temperaturen zwischen 1981 und 2010.

Landesweit ist ein Temperaturüberschuss von 0,8 Grad zu erwarten, wie MeteoSchweiz am Freitag mitteilte. Damit sei das Jahr 2017 das sechstwärmste seit Messbeginn im Jahr 1864 gewesen. Fünf der sechs wärmsten Jahre wurden nach dem Jahr 2000 gemessen.

Mehr Sonne als normal

Neben den wärmeren Temperaturen gab es etwas mehr Sonne als normal. Nördlich der Alpen und im Südtessin waren es 110 respektive 120 Prozent der Sonnenscheindauer zwischen 1981 und 2010. In den übrigen Gebieten der Schweiz gab es 100 bis 110 Prozent der Norm.

Anders sah es beim Niederschlag aus. Nördlich der Alpen wurden bis zu 30 Prozent weniger Niederschlag verzeichnet als normal. Die Alpen erhielten meist 90 bis 115 Prozent, die Walliser Südtäler nur 60 bis 80 Prozent der Norm. Auf der Alpensüdseite fielen 80 bis 95 Prozent des normalen Jahresniederschlags.

Zehnminütiger Regenrekord

Ungewöhnlich schön war dieses Jahr der Altweibersommer. Dank Hochdrucklagen zur Oktobermitte schien die Sonne während zehn Tagen am häufig wolkenlosen, blauen Himmel. Die Temperaturen erreichten in Tieflagen bis zu 25 Grad. Im Mittelland und in der Südschweiz wurde damit der sonnigste Oktober seit fünfzig Jahren gemessen. Auf der Alpensüdseite dauerte die Schönwetterperiode gar zwanzig Tage.

Einen Rekord gab es nach dem Nationalfeiertag: Am Messstandort Eschenz in der Bodenseeregion fiel nach einem heftigen Gewitterzug am 2. August zwischen 02.40 Uhr und 02.50 Uhr eine Zehnminuten-Regensumme von 36,1 Millimeter. Der bisherige Zehnminuten-Rekord lag bei 33,6 Millimeter, gefallen am 29. August 2003 in Locarno-Monti. Die Sturmböen des Gewitters vom ersten auf den zweiten August erreichten am Nordrand Windspitzen von 90 bis 135 Kilometer pro Stunde (km/h), lokal sogar gegen 190 km/h.

Blühende Obstbäume erfrieren

Im Frühling setzte das Wetter der Natur zu. Die milde Temperatur im März und Anfang April gab der Vegetation einen kräftigen Entwicklungsschub. Dadurch blühten die Obstbäume rund 16 bis 18 Tage früher als durchschnittlich zwischen 1981 bis 2010. Wegen des scharfen Nachtfrosts vom 20. und 21. April gab es grosse Schäden an den blühenden Obstbäumen und an den austreibenden Weinreben.

Vom Sommer bleiben insbesondere die warmen Sommernächte in Erinnerung. In Lugano sank die Temperatur am 5. August nicht unter 23,5 Grad, in Neuenburg am 4. nicht unter 23 Grad. Auch Genf und Basel gab es im August Nächte mit über 20 Grad.

Mehr zum Thema
Allerlei

Der Wettercharakter bleibt unbeständig. Es dürfte immer wieder regnen. - Monika Gerlach Nach dem heftigen Gewitter mit Hagel vom Sonntagnachmittag über der Zentralschweiz sind neue Unwetter angekündigt. Vom südlichsten Zipfel…

Allerlei

Auch in den nächsten Tagen soll es gewitterhaft bleiben. Die Hochwassersituation bleibe angespannt. Am Samstag gegen Abend haben sich erneut kräftige Gewitter über der Schweiz entladen.  In Appenzell fiel in…

Allerlei

Das Thema Impfen scheint besonders Anlass zu Konflikten zu geben - Dr StClaire Das Coronavirus belastet Staat und Gesellschaft – und es spaltet Familien oder entzweit Freunde. Eine Umfrage ergab,…

Allerlei

«Que je raclette bien» unterstreiche treffend das aufkommende, wohlige Gefühl beim gemeinsamen Käseschmelzen. - Raclette Suisse Raclette Suisse lanciert zusammen mit Markenbotschafter Trauffer die Sommerkampagne mit einem einen neuen Raclette-Reggae-Song.…

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE