18.12.2019 06:30
Quelle: schweizerbauer.ch - jgr
Deutschland
26 Hunde in Transporter gepfercht
Eine Streife der Polizeiautobahnstation Südhessen stoppte am Autobahnkreuz Darmstadt (D) einen osteuropäischen Kleintransporter. Im Laderaum befanden sich in Käfigen 26 Hunde und 4 Katzen.

Unter den Tieren waren auch drei Welpen einer Kampfhunderasse, die aus dem Ausland nicht nach Deutschland eingeführt werden darf. Die beiden Fahrer hatten zudem eine Lieferliste mit entsprechenden Adressen dabei. Zuvor wurden offenbar in der Schweiz und in Österreich bereits Tiere ausgeliefert.

Die Ordnungshüter verständigten das Veterinäramt Darmstadt. Die Hunde und Katzen wurden anschliessend begutachtet, versorgt und angemessen untergebracht.

Fünf der Hunde seien aufgrund von Krankheit, frischer Operationswunde und lahmend überhaupt nicht transportfähig gewesen, schreibt das Polizeipräsidium Südhessen. Wie die Überprüfungen ergaben, wurden 21 der 30 Tiere unter starke Medikamente gesetzt, um sie gesund erscheinen zu lassen. Zudem konnte für die Hälfte der Tiere keine Papiere zur Einfuhr vorgelegt werden.

Anzeige gegen Händler und Transporteure

Den Händler und die Transporteure erwarten nun Anzeigen wegen verbotener Einfuhr gefährlicher Hunde sowie Verstössen gegen das Tierschutz- und Tiergesundheitsgesetz. Ob auch auf die jeweiligen Käufer ein Ermittlungsverfahren zukommt, wird derweil geprüft. Die Kosten der weiteren Massnahmen, wie medizinische Versorgung und Unterbringung der Hunde und Katzen, dürften sich auf mehrere tausend Euro belaufen.

 

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