8.04.2016 16:30
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
32 vernachlässigte Rinder gerettet
In Aegidienberg, rund 25 Kilometer südöstlich von Bonn (D), musste das Kreisveterinäramt am Mittwochabend den Abtransport von 32 vernachlässigte Rinder von einem Bauernhof anordnen. Die Tiere standen auf verschlammten Grund. Zwei Tiere sind gestorben.

Die Behörde bezeichnete der Zustand auf der Weide als katastrophal. Gemäss der Sprecherin Rita Lorenz handelt es sich beim Gehöft nicht um einen Mastbetrieb. Die 32 Rinder hatten keine Unterstände und standen auf völlig verschlammten Grund. Etliche Tiere lahmten.

Das Veterinäramt wurde tätig, nach dem ein Bürger Anzeige erstattet hatte. Da keine Hoffnung auf Verbesserungsmassnahmen seitens des Besitzers bestand, wurde beschlossen, die Tiere wegzuführen. 25 Feuerwehrleute, Polizisten und Vertreter der Behörde begannen ab 18 Uhr mit dem Zusammentreiben der Tiere. Gemäss einem Bericht der „Bonner Nachrichten“ war dies ein schwieriges Unterfangen, weil die Tiere immer wieder ausbrachen. Sie waren den Umgang mit Menschen nicht mehr gewohnt.

Ein Kalb war bereits vor der Rettung im Morast versunken und verstorben. Ein Stier musste vor Ort aufgrund seiner schweren Verletzungen eingeschläfert werden. Der Einsatz der rund 30 Personen dauerte acht Stunden. Die Rinder seien nun in tierärztlicher Behandlung und stünden isoliert, da noch nicht eindeutig geklärt sei, ob sie an einer Seuche erkrankt seien, so die Sprecherin des Veterinäramtes. Gegen den Besitzer der Rinder ist Strafanzeige erstattet worden.

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