18.09.2017 12:41
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Schwyz
700-jähriges Holzhaus: Kein Abbruch
Der Schweizer Heimatschutz hat beim Schwyzer Verwaltungsgericht Beschwerde gegen die Abbruchpläne eines 700-jährigen Holzhauses in Steinen SZ eingereicht. Dieses hat nun den Abbruch superprovisorisch und unter Strafandrohung im Falle der Zuwiderhandlung untersagt.

Der Schwyzer Regierungsrat hatte Ende Juni entschieden, ein Holzhaus aus der Zeit um 1300 nicht unter Schutz zu stellen und zum Abbruch freizugeben. Er sprach sich gegen ein Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege aus. Diese hatte sich für die Unterschutzstellung ausgesprochen.

Gegen den vom Regierungsrat des Kantons Schwyz bewilligten Abbruch des rund 700-jährigen Hauses an der Lauigasse in Steinen reichten der Schweizer Heimatschutz und seine Sektion Schwyz beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein, wie der Heimatschutz am Montag mitteilte. Dabei forderten sie erstens den Entscheid betreffend Abbruch aufzuheben und zweitens den vorgesehenen Abbruch, respektive die Veränderung des mittelalterlichen Hauses, superprovisorisch zu verbieten.

Nun habe das Verwaltungsgericht den zweiten Antrag gutgeheissen und somit jede Veränderung des Gebäudes an der Lauigasse in Steinen superprovisorisch und unter Strafandrohung im Falle der Missachtung dieses Verbots untersagt, heisst es weiter. Über den ersten Antrag werde im Rahmen des Hauptverfahrens zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Die Beschwerdeführer wollen nun einen runden Tisches einberufen, an welchem alle involvierten Parteien - der Regierungsrat, der Gemeinderat von Steinen, die Eigentümer, das Bundesamt für Kultur und die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege sowie der Heimatschutz - gemeinsam nach einer Lösung für das superprovisorisch gerettete Haus suchen. Entscheidend sei, dass auch die anderen rund 30 Häuser aus der Zeit um 1300 in und um Schwyz sorgfältig und detailliert inventarisiert werden, heisst es weiter.

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