21.05.2017 10:31
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Alpsommer
«Älplerleben ist mehr als Jutzen»
Am Samstagmorgen präsentierte sich die Sicht von der Alp Äusser-Iselten in der Nähe von Grindelwald BE schlicht grandios.

Doch Ernst Herzog aus Wilderswil, der 42 Jahre lang dort Pfander (Bergvogt) gewesen war, hakte ein: Zwar möge die Aussicht die Älpler für die harte Arbeit etwas entschädigen, aber er legt Wert darauf: «Das Älplerleben ist mehr als Jutzen, Handörgelen, Glöggelen und Chüejerlen.» Sehen und hören Sie selbst im 1. Video. 

Gestern Samstag hätte auf der Alp Inner-Iselten in der Nähe von Grindelwald im Berner Oberland das Gemeinwerk stattfinden sollen. Wegen Schnee wurde dies abgesagt und auf nächste Woche verschoben.  Alfred Chervet, Pfander (Bergvogt) von Inner-Iselten, sagt, dass die Alp kaum vor dem 6. Juni bestossen werde. Sehen und hören Sie selbst im 2. Video.

Normal ist auf Inner- und Äusser-Iselten eine Bestossung von der ersten Juni-Hälfte bis etwa Mitte September. Doch Ernst Herzog erinnert sich noch an das Jahr 1947: Da wurde die Alp schon am 27. Mai besetzt, und erst am 3. Oktober («Wymonet») verlassen die Kühe die Alp wieder. Selbst die damals Ältesten hätten sich nicht daran erinnern, dass die Alp schon einmal während 126 Tagen habe bestossen werden können und man im gleichen Jahr sowohl Käse vom Mai wie vom Oktober gehabt habe.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE