Dienstag, 15. Juni 2021
07.05.2021 18:38
Gesundheit

Alle Jahre wieder: Zecken

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Von: Peter Fluder*

Sobald die Temperaturen steigen, erwachen die Zecken aus der Winterstarre und werden aktiv. Soll man sich impfen lassen?

Zecken übertragen verschiedene Krankheitserreger, hauptsächlich aber Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), auch Zeckenenzephalitis genannt. FSME kann Hirnhautentzündungen und in seltenen Fällen schwere Erkrankungen an Hirn und Rückenmark auslösen.

Seit 2011 schwanken die Fallzahlen in der Schweiz zwischen 100 und 270 Fällen pro Jahr. In den letzten Jahren war ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen: 2018 mit 375 Fällen und 2020 mit 455 Fällen. Gegen FSME kann man sich impfen lassen. Mit drei Impfungen hält der Impfschutz zehn Jahre lang an. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt die Impfung allen Einwohnern, die sich häufig im Freien aufhalten, insbesondere im Wald. Die Agrisano vergütet die Impfkosten über die obligatorische Krankenpflegeversicherung.

Gegen Lyme-Borreliose gibt es hingegen keine Impfung. Dieser Erreger verursacht Entzündungen der Haut, der Gelenke, der Nervensysteme und in seltenen Fällen des Herzens. Je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr einer Ansteckung mit Borrelien. Die Stichstelle sollte man auf einen allfälligen kreisförmigen Ausschlag hin beobachten. Das geht besonders gut mit der kostenlosen App «Zecke».

Nachdem man einen Zeckenstich eingetragen hat, erinnert die App nach fünf, zehn und 28 Tagen an den Stich und beschreibt mögliche Borreliose-Symptome. Ein Zeckenstich entspricht gemäss Rechtsprechung einem Unfallereignis, die Arztkosten werden von der Unfallversicherung übernommen.

Ob geimpft oder nicht, bei Aufenthalten im Wald oder auf Wiesen ist Schutz angesagt: geschlossene Kleider und Schuhe tragen, Unterholz und Gestrüpp meiden, Zeckenschutzmittel auftragen und nach dem Aufenthalt draussen den Körper auf Zecken absuchen. Treten Symptome wie Gliederschmerzen, Kopfweh, Fieber oder ein ringförmiger Ausschlag auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

*Der Autor ist Leiter Kommunikation und Dienste bei der Agrisano.

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