11.04.2020 14:28
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Coronavirus
Ansteckungszahlen gehen zurück
Mit 500 bis 700 neuen Covid-19-Fällen pro Tag zeigt die Tendenz weiterhin nach unten.

Es gibt nach wie vor 500 bis 700 neue Covid-19-Fälle pro Tag. Die Tendenz zeigt aber weiterhin nach unten, wie Daniel Koch, Delegierter des Bundesamts für Gesundheit (BAG) für Covid-19, am Samstag vor den Bundeshausmedien sagte.

«Wir sind über den Berg hinaus, falls es der letzte Berg ist.» Es sei immer möglich, dass es zu einem Wiederanstieg komme. Im Moment sehe es aber gut aus. Es zeige sich eine Stabilisierung und eine Tendenz in die richtige Richtung. Es müsse aber allen klar sein, dass es nun durchzuhalten gelte, sagte Koch.

Es gebe nach wie vor mehrere Dutzend Todesfälle pro Tag. Die Krankheit sei keinesfalls zu unterschätzen. Hochbetagte seien besonders gefährdet, aber auch für jüngere Seniorinnen und Senioren gebe es keine Garantie, nicht schwer an dem Virus zu erkranken. Alle müssten sich daher weiter anstrengen, damit man zu einer Normalität zurückkehren könne, sagte Koch.

«Man muss flexibel bleiben»

Die Gefahr, dass es zu einem Wiederanstieg von Fällen komme, sei immer da. Es wisse jedoch niemand, wie stark man Massnahmen lockern könne, ohne eine zweite Welle zu riskieren. «Man muss flexibel bleiben, wenn man sieht, dass es nicht geht», sagte Koch. Auch für den Bundesrat werde es aber unmöglich sein, einen sicheren Fahrplan zu geben.

Klar sei, dass die derzeit unterbelegten Spitäler und Praxen «so schnell wie möglich, aber mit Schutzmassnahmen für Risikopersonen» in den Alltag zurückkehren sollen. Der Bund sei sich bewusst, dass die Nachfrage nach Spitalleistungen zurückgegangen sei, sagte Koch. «Das war so gewollt und nötig.»

Warten auf Tracing-Apps

Zahlreiche Forscher arbeiten derzeit an einer Contact-Tracing-App. Diese sollen eine wichtige Rolle spielen zum Aufdecken möglicher Übertragungswege des Coronavirus und zum Isolieren potenziell erkrankter Personen. Im Vordergrund steht dabei zunächst das freiwillige Installieren auf dem Smartphone.

Noch ist es in der Schweiz aber nicht so weit. «Wir werden - sobald Apps da - diese anschauen, prüfen und beurteilen», sagte Koch. Wichtig sei, dass diese zur Verhinderung von neuen Fällen brauchbar seien. Momentan sei es noch zu früh für eine Analyse.

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