25.11.2017 15:17
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Australien
AUS: Anerkennung für Landwirte
Mit dem ersten nationalen Landwirtschaftstag sind in Australien die vielfältigen Leistungen der heimischen Agrar-und Ernährungswirtschaft gewürdigt worden. Landesweit gab es zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen mit der meist städtischen Bevölkerung, an denen sich auch führende Politiker, Verbände und Unternehmen beteiligten.

„Die Landwirtschaft berührt das Leben eines jeden Australiers. Durch die Nahrung, die wir essen, durch die Fasern in unserer Kleidung und den wirtschaftlichen Wohlstand, den wir geniessen", hob die Präsidentin des nationalen Bauernverbandes, Fiona Simson, hervor.

Allerdings zeigten Umfragen, dass 83 % der Australier ihre Verbindung zur Landwirtschaft als fern oder nicht existent bezeichneten. Das könne durch den Tag der Landwirtschaft geändert werden, denn die Nahrungsmittelproduktion solle „nicht ausser Sichtweite geraten“, so Simson.

Keine wichtigere Industire als Landwirtschaft

Die stellvertretende Landwirtschafsministerin Anne Ruston erklärte: „Es gibt keine Industrie, die wichtiger ist als die, die uns mit Nahrung und anderen lebensnotwendigen Dingen versorgt". Doch die Leistungen der Agrarwirtschaft gingen weit über die Produktion von Nahrungsmitteln hinaus.

Mit mehr als 58 Milliarden Franken trage sie wesentlich zum Bruttoinlandsprodukt bei und sei zuletzt, auch dank der steigenden Exporteinnahmen, der am stärksten wachsende Wirtschaftszweig in Australien gewesen.

Landwirtschaft nutzt Spitzentechnologien


„Die Landwirtschaft mag die älteste Industrie der Welt sein, aber heute ist sie eine der zukunftsorientiertesten und fortschrittlichsten, die Spitzentechnologien wie Satellitenbilder, Roboter oder Drohnen nutzt“, erklärte Ruston.

Premierminister Malcolm Turnbull, der nach dem Rücktritt von Barnaby Joyce wegen doppelter Staatsbürgerschaft seit Ende Oktober vorübergehend auch das Landwirtschaftsministerium leitet, wies auf die positiven Wirkungen der von der Regierung beschlossenen Steuersenkungen für den Agrarsektor hin.

Dies habe zu mehr Investitionen und Arbeitsplätzen geführt. Das gelte auch für die vielen vereinbarten Handelsabkommen mit anderen Ländern, zuletzt mit Peru, welche die Agrarexporte beflügelt hätten. 

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