4.11.2019 06:33
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
Ausreisser-Kuh ist Mutter geworden
Sie sorgte im Frühjahr für viele Gesprächsstoff: Die Kuh Spächtli. Sie war während 30 Tagen in der Region Bern auf der Flucht. Nun hat die Kuh einen Muni auf die Welt gebracht.

Ende März begann die Flucht von Spächtli auf dem Laufhof von Kurt Schmutz aus Worb BE. Die junge Kuh sprang über eine Mauer, durchbrach Zäune und suchte Schutz in einem Wald. Anschliessend liess sie sich kurz auf einem Feld blicken.

In den folgenden 30 Tagen war Spächtli auf der Flucht. Schliesslich gelang es, die Ausreisserin in einem Waldstück bei Enggistein einzufangen. Dazu wurde ein Futterplatz eingerichtet. Mithilfe von zwei anderen Kühen wurde Spächtli auf eine Wiese gelockt und eingezäunt. Nachdem sie sich beruhigte, konnten die Helfer das Tier am Mittwoch verladen.  

Der Gnadenhof Gut Aiderbichl kaufte die Kuh Bauer Schmutz ab. Das Kreuzungstier (Limousin x Rotfleckvieh) ging nun statt in die Metzg nach Deutschland. Was damals noch niemand wusste: Die junge Kuh war damals trächtig. 

Ende Oktober brachte sie ein Kalb auf die Welt: «Spächtli hat ein schönes kleines Stierkälbli zur Welt gebracht», sagte Pascale Pineroli von der Stiftung Gut Aiderbichl am Sonntag zu «20 Minuten». «Es war eine schöne Überraschung. Damit haben wir nicht gerechnet, denn am Bauch war nichts zu sehen», sagte Pineroli zu «Telebärn». 

Der Muni heisst Stärn und wird, wie seine Mutter, sein ganzes Leben auf dem Hof Eslarn (D) verbringen. Die Stiftung versucht auch, die Grossmutter «Olga» von Stärn auf den Hof zu bringen. Doch zuerst müsse die Finanzierung sichergestellt werden, so Pineroli. Kuh Olga lebt derzeit auf einem Hof im Kanton Bern.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE