5.07.2018 18:28
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Zürich
Autos auf Heu - Bauer erbost
Ein Landwirt aus Fehraltorf ZH ist verärgert. Am vergangenen Samstag parkierten die Besucher eines Fussball-Schülerturniers auf seiner Wiese, die er gemäht hatte. Der Landwirt wollte eigentlich das Futter einfahren.

Vergangenes Wochenende organisierte der Verein Tschuttiwiese Längg zum 38. Mal ein Schülerturnier. Aufgrund von Bauarbeiten war der Platz beim Schulhaus Hagen noch nicht bespielbar. Deshalb verlegten die Organisatoren das Turnier auf den Sportplatz Hüttenwis neben der Fehraltorfer Pferderennbahn Barmatt, wie zueriost.ch online schreibt.

Missverständnis sorgt für Verärgerung

Ein grosses Missverständnis zwischen dem FC Fehraltorf und dem OK des Längg-Turniers verärgerte den Landwirt Ueli Bachofner. Beide Parteien gingen davon aus, dass sich die andere Seite um die Parkplatzsituation kümmern würde. Weil dies von beiden Parteien aus nicht geschah, parkierten die Besucher auf der nächstliegenden Wiese - jener von Ueli Bachofner.

Wäre das Heu bereits eingebracht worden, hätte dies bestimmt kein grosses Problem für den Landwirt dargestellt. Doch dieser hatte die Wiese abgemäht und wollte das am Boden liegende Heu noch einbringen. Weil die Besucher des Turniers aber ihre Autos darauf parkten und Zelte aufstellten, war das Einbringen des Futters unmöglich.

Landwirt postete Text & Fotos auf Facebook

Und so tat der Landwirt seinen Ärger auf Facebook kund. Er postete 3 Bilder von den parkenden Autos und Zelten auf seinem Heufeld. Dazu schrieb er: «Vielen Dank an FC Fehraltorf und Illnau Effretikon! So macht Heuen Spass! Das nächste Mal fragen, wenn auf meinem Land Zelte aufgebaut und geparkt werden will! Kann gerne geteilt werden.» Der Post wurde bisher über 860 Mal geteilt und 74 Mal kommentiert.

Ein Facebooknutzer hinterliess folgenden Kommentar: «Ein riesen Kompliment an Ueli Bachofner dafür, dass er nicht umgehend die Polizei gerufen hat oder an den Autos etwas gemacht hat.» Schliesslich hätte eine angeordnete Räumung der Wiese zu einem langen Unterbruch des Turniers führen können. Beim nächsten Turnier solle man den Bauern aus Gründen der Höflichkeit doch einfach fragen.

Einigung aller Parteien

Künftig werde dies auch geschehen, wie Carmela Baechler, Organisatorin des Turniers gegenüber zueriost.ch sagte. «Am Ende ist es in der Zeit der vielen Kommunikationsmittel eben nach wie vor nötig, dass man auch persönlich miteinander redet und das haben wir nun getan», sagt Baechler.

Zur Vorfall wollte der Landwirt nicht weiter Stellung beziehen. Die Sache sei für ihn erledigt. Am Ende konnten sich die drei Parteien friedlich einigen. Unter die zahlreichen Kommentare zu seinem Facebook-Post schrieb er: «Ich freue mich über die vielen guten Reaktionen und fürs Verständnis. Es geht mir dabei lediglich um die Sache. Bitte einfach nie wieder! Ich hoffe, dass ich das Verständnis zwischen Landwirtschaft und der Stadt/Land-Bevölkerung wecken konnte.»

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