12.06.2019 17:53
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Bern
Bärenfallen sollen Hunde fernhalten
Ein Elektrozaun mit Warnplakaten um ein Kartoffelfeld in Arch BE sorgt für rote Köpfe. Auf den Plakaten sind Bärenfallen abgebildet. Damit will ein Bauer Hundebesitzer dazu auffordern, ihre Tiere an der Leine zu führen.

In Arch BE hat ein Bauer einen Elektrozaun um sein Kartoffelfeld gespannt. Zusätzlich versah er diesen mit Plakaten, mit welchen er Hundebesitzer vor Bärenfallen warnt. Diese Warnung erhitzt die Gemüter. Auf dem Plakat steht geschrieben: «Liebe Hundebesitzer. Im Kartoffelfeld lauert die Gefahr für ihre Hunde.» 

Eine Hundehalterin meldete sich nach dem Spaziergang bei 20 Minuten. «Ich war schockiert, als ich das Plakat mit der Bärenfalle sah.» Sie habe Verständnis für die Bauern, jedoch gehe diese Drohung für sie zu weit.

Gegen Tierschutzgesetz

Eine Bärenfalle auf dem Feld würde das Tierschutzgesetz verletzen. Nicht nur Hunde könnten sich dabei schwer verletzen, auch Wildtiere können hineintappen. Dies würde zugleich gegen das Jagdgesetz verstossen.

Auch wenn die Plakate nur eine Drohung sein sollten und der Landwirt sein Feld nicht mit Bärenfallen versehen hat, macht er sich damit strafbar.

20 Minuten konnte den Landwirten mit den Warnplakaten ausfindig machen. Auf Anfrage habe dieser klargestellt: «Auf dem Feld gibt es keine Bärenfallen.» Die Situation mit den Hunden sei jedoch unhaltbar gewesen. «Unser Kartoffelacker sah ganz lausig aus», so der Landwirt. Daher habe er sich für einen Elektrozaun und die Warntafeln entschieden. Dass solche Massnahmen überhaupt nötig seien, finde er bedenklich: «Eigentlich sollte es doch selbstverständlich sein, dass man seine Hunde nicht auf fremde Felder lässt.»


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