21.11.2019 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - Barbara Schwarzwald
Ausbildung
Bäuerin als Botschafterin
«Ich wünsche mir Wertschätzung – für uns als Frauen»um Wertschätzung.

Die Abschlussfeier der Absolventinnen des «Berufsbegleitenden Kurses 2017–2019»  an der Bäuerlich-Hauswirtschaftlichen Fachschule Inforama Waldhof, Langenthal, vom 15. November 2019 wird nachklingen – nicht nur der Musik wegen, welche von Einzelmodulabsolventin Andrea Doroftei und zwei Kollegen mit Handorgel und Bassgeige vorgetragen wurde, sondern im Besonderen dank der eindrücklichen Reden. 

"Ihr könnt das!"

Absolventin Christa Stutzmann, welche einen Rückblick auf die zwei vergangenen Schuljahre hielt, brachte mit ihren «träfen» Aussagen das Publikum zwar zum Lachen. Nachklingen werden aber ihre ernsten Worte Sie wünschte ihren Kolleginnen und allen Bäuerinnen und Landfrauen – nebst Zufriedenheit und Freude auf den Betrieben – Engagement und Mut: «Führt selber einen Betriebszweig. Engagiert euch in Vereinen und Gemeindegremien. Ihr könnt das!»

Den dritten Wunsch von ihr gilt es besonders ernst zu nehmen: «Ich wünsche mir Wertschätzung – für uns als Frauen, als Landwirtinnen, als Bäuerinnen und Landfrauen.» Zu lange sei ihnen ein Schattendasein vorbestimmt gewesen.  

Querdenkerinnen

Urs Ryf, Schulrat Inforama, hatte vorgängig in seinen Grussworten dasselbe Thema angesprochen. «Ihr seid Querdenkerinnen auf den Betrieben!» Und eben das sei gut so.

Seine Frau, welche für die Betriebszweige Pensionspferde und Hauswirtschaft verantwortlich sei, habe viele Ideen eingebracht, und diese seien nur dank ihrem Engagement Realität geworden. «Habt den Mut, euren Weg zu gehen», ermunterte er die Frauen.

Botschafterinnen

Auch Inforama-Direktor Markus Wildisen wertschätzte in seiner Rede die Bäuerinnen – als zentrale Botschafterinnen für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum. Er sinnierte zum Thema Kommunikation und offenbarte, dass seine augenblicklichen Worte von den Anwesenden zwar gehört, aber mehr als 50 Prozent der Wahrnehmung auf das Drumherum (Haltung, Kleidung, Stimmlage usw.) entfielen.

Er wünschte den Absolventinnen eine möglichst klare, ehrliche und bewusste Kommunikation in ihrem Alltag. Sowohl Barbara Thörnblad, Leiterin Ressort HBB Hauswirtschaft, wie auch Christine Gerber, Chefexpertin Prüfungsleitung SBLV, ermunterten die Frauen, den Fachausweis Bäuerin als nächstes berufliches Ziel ins Auge zu fassen. Christine Brügger, Mitglied VBL, hielt fest, dass die Ausbildung an der Bäuerlich-Hauswirtschaftlichen Fachschule voll im Trend liege: Nachhaltigkeit, Biodiversität, Recycling u.a. seien Themen, welche seit Jahrzehnten kompetent am Waldhof unterrichtet würden.

Absolventinnen

Bäuerlich-hauswirtschaftliche Fachschule, berufsbegleitender Kurs 2017–2019, Modulteilnehmerinnen:

Bärtschi Daniela, Walterswil BE; Bohnenblust Nadine, Schwarzhäusern; Bürgisser Sabine, Heitenried; Eggimann Michaela, Hofstatt; Gerber Sandra, Utzigen; Gerber Regula, Dürrenroth; Horisberger Nicole, Dürrenroth; Jordi Sabine, Thierachern; Käser Lucy, Walterswil BE; Kläy Fabienne, Bärau; Ledermann Claudia, Rüedisbach; Lehmann Carol, Aefligen; Liechti Lisa, Ersigen; Maurer Lucia, Diessbach b. Büren; Ramseier Stefanie, Eggiwil; Rentsch Corinne, Eriswil; Studer Stephanie, Jegenstorf; Stutzmann Christa, Detligen; von Atzigen Katrin, Aarwangen; Wyss Naémi, Rüedisbach. Einzelmodulteilnehmerinnen: Burri Tamara, Wauwil; Bützberger Katrin, Bleienbach; Doroftei Andrea, Auswil; Känel Andrea, Würenlingen; Rey Heidi, Fankhaus (Trub); Rolli Susanne, Säriswil; Röthlisberger Melanie, Bleienbach; Siegrist Doris, Roggwil BE; Staub Nicole, Bannwil; Strahm Caroline, Wasen i.E.


 

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