9.07.2016 16:27
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Bern
Ballenberg: Mitmachstation Getreide
Dreschen, trennen, mahlen, Getreideproben abpacken, Geräte für den Getreideanbau bereitstellen. Das dürfen kleine und grosse Besucher vom 9. bis 21. Juli im Freilichtmuseum Ballenberg. Bei der Mitmachstation „Getreide“ beim Bauernhaus Villars-Bramard erwarten Bäuerinnen experimentierfreudige Gäste.

Aus dem Tenn des Westschweizer Bauernhauses Villars-Bramard tönt lautes Klopfen, erst unregelmässig, dann immer besser im Takt. Hermes Thöni vom Ballenberg, Aline Gerber vom Landwirtschaftlichen Informationsdienst und die Bäuerin Heidi Gerber bringen ihre Dreschflegel in Schwung.

11 Tage

Sie bauen mit der Schule-auf-dem-Bauernhof-Anbieterin Christina Thalmann und der Museumspädagogin Susanne Kudorfer die Mitmachstation „Getreide“ auf und bereiten sich auf den Gästeempfang vor. Derweil bringt eine Familie Spielzeugmodelle von Landwirtschaftsgeräten in Position, entlang der Arbeiten von Pflügen bis Ernten.

Und vor dem Haus wühlen Kinder spontan in grossen Getreidebehältern. „Daraus kann man Mehl machen“, erklärt ihre Mutter. Ab Samstag, 9. Juli ist die Mitmachstation während 11 Tagen für alle Besucher offen, als Sommerferien-Special, jeweils von 11 und 16 Uhr. Und sie kommt bestens an, wie bereits der Testtag verrät.

Nahrungsmittel sind wertvoll

Mit den Mitmachstationen haucht das Freilichtmuseum Ballenberg seinen alten Häusern und Geräten Leben ein und lässt die Besucher Geschichte aktiv erfahren. Zu diesem Konzept gehören auch das „Haus zum Berühren“ (Haus aus Oberentfelden) oder die Tour „Auf den Spuren von Handwerk und Handarbeit im ländlichen Raum“. Die Mitmachstation „Getreide“ ist ein Pilotprojekt des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes LID, im Auftrag des Schweizer Bauernverbandes SBV und in Zusammenarbeit mit dem Freilichtmuseum.

Aktive Bäuerinnen als Vermittlungspersonen stellen die Verbindung von der früheren zur aktuellen Landwirtschaft her. Die Arbeitsmethoden und das Umfeld haben sich stark verändert. Die Tatsache, dass es die Landwirtschaft und viel Arbeit braucht, um der Natur die Nahrung abzugewinnen, bleibt. Diese Einsicht mache auch deutlich, dass wir mit unseren natürlichen Ressourcen sorgfältig umgehen, sagt Beatrice Tobler, Leiterin Wissenschaft des Museums. „Deshalb ist dieses Projekt mit seinem Bezug zur heutigen Landwirtschaft besonders wertvoll“, hält sie fest. 

Ballenberg, Freilichtmuseum der Schweiz, 3858 Hofstetten, www.ballenberg.ch 
Öffnungszeiten täglich 10.00 – 17.00 Uhr, Mitmachstation „Getreide“ 9. – 21. Juli 11.00 – 16.00 Uhr

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