28.03.2018 08:04
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Gesundheit
Bauch weg mit Hormontherapie
Hormonbehandlungen in den Wechseljahren können das Bauchfett von Frauen mindern. Dies zeigt eine Studie des Universitätsspitals Lausanne. Der Effekt verpufft allerdings, wenn die Hormontherapie abgesetzt wird.

Die Menopause geht mit Veränderungen bei Knochen, Muskel- und Fettgewebe einher. Das Viszeralfett, das die inneren Organe umhüllt, ist besonders kritisch für die Gesundheit. So ist ein zu grosser Bauchumfang beispielsweise ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Forschungsteam um Georgios Papadakis vom Service für Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel des Universitätsspitals Lausanne (CHUV) nahm den Hormonstatus sowie den Körperbau von Frauen, die die Menopause hinter sich haben, unter die Lupe.

Unterschieden wurden Frauen, die sich aktuell einer Hormonbehandlung unterzogen, solche, die dies früher getan hatten und solche, die nie eine Hormontherapie hatten. Insgesamt flossen die Daten von 1086 Frauen im Alter von 50 bis 80 Jahren aus der OsteoLaus-Kohorte in die Untersuchung ein. Die genaue Art der Hormontherapie ging aus diesen Daten nicht hervor.

Es zeigte sich, dass Frauen weniger Bauchfett entwickelten, während sie sich einer Hormontherapie unterzogen. Allerdings verschwand der Effekt, nachdem die Hormone abgesetzt wurden. Frauen, die keine Hormone mehr zu sich nehmen, müssen sich also vorsehen, wie Papadakis zur Nachrichtenagentur SDA sagte. «Im Idealfall sollten sie sich mehr bewegen, um einer Gewichtszunahme entgegenzuwirken.»

Die Autoren betonen, dass der Entscheid für oder gegen eine Hormontherapie in den Wechseljahren weiterhin einer Risiko-Nutzen-Abwägung bedarf. Der Entschluss müsse individuell mit der Patientin abgestimmt werden. Die Studie, die im «Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism» erschien, erweitere lediglich die Entscheidungsgrundlage.

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