17.10.2017 11:23
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Genf
Bauer kämpft gegen Gleitschirme
Ein Genfer Landwirt ist verärgert, weil Gleitschirmflieger auf seinem Feld landen. Mit Stacheldraht will er nun gegen die Gleitschirm-Piloten vorgehen.

Der 65-jährige Claude Rosset aus dem Kanton Genf bewirtschaftet ein Rapsfeld nahe dem französischen Berg Salève. Seit Jahren nutzen Gleitschirmlieger diesen Berg zum Starten. Obwohl es im Tal, in der Nähe der Seilbahn des Salève, drei offizielle Landezonen gäbe, würden einige auf einem Feld von Bauer Rosset landen. Dort sei die Landung einfacher, schreibt 20 Minuten.

Das Feld werde für Notlandungen genutzt, entgegnet ein Gleitschirm-Pilot. Rosset hingegen kontert: «Das Problem ist, dass selbst der kleinste Wirbelwind für die Gleitschirmflieger ein Notfall ist.» An gewissen Tagen würden bis zu sechs Personen auf seinem Feld landen. Diese blieben dann jeweils dort, bis sie ihre Gleitschirme zusammengefaltet hätten. Rosset hat nun auf seinem Grundstück einen Stacheldraht installiert. Dies sieht er nun als «Anti-Gleitschirm-Falle».

Kein Respekt vor der Arbeit anderer


Die lokale Gleitschirmflugschule bedauere diese Situation, schreibt 20 Minuten weiter. Für Claude Rosset entstünden durch die Landungen kaum Kosten. Es gehe ihm aber ums Prinzip. «Ich weiss, dass es sich um eine Minderheit handelt.» Es mache ihn aber rasend, dass die Piloten kaum Respekt vor der Arbeit anderer hätten.


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