23.12.2018 13:12
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
St. Gallen
Bauer zieht Crash-Fahrer aus Bach
Am Freitagabend verursachte ein 26-jähriger Autofahrer mehrere Unfälle. Die Irrfahrt endete in einem Bachbett. Ein Landwirt zog das Auto mitsamt dem verletzten Fahrer mit dem Traktor aus dem Bach.

Wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt, prallte der 26-Jährige gegen 23 Uhr mit seinem Skoda gegen das Heck eines 57-jährigen Autofahrers. Dessen Auto wurde in der Folge gegen parkierte Autos geschoben.

100 Meter über Wiese

Der Skodafahrer entfernte sich ohne um den Schaden zu kümmern von der Unfallstelle. Nur wenige Minuten später kam es zum nächsten Crash. Der 26-Jährige verlor die Kontrolle über seinen Wagen, prallte gegen einen Zaunpfahl und einen Randleitpfosten. Dabei geriet er auf die Gegenfahrbahn, wo sein Wagen gegen ein korrekt entgegenkommendes Auto eines 18-Jährigen prallte. Dieses Fahrzeug drehte sich und kam quer zur Fahrbahn zum Stillstand. Der Wagen erlitt massiven Sachschaden.

Der Skoda hingegen kam von der Fahrbahn ab und gelangte auf eine Wiese. Rund 100 Meter später endete die Irrfahrt in einem Bachbett. Dort prallte das Auto in die gegenüberliegende Bachböschung und gegen einen Baumstrunk.

Kopfverletzungen

Landwirt Martin Fürer war als Erster vor Ort. Mit seinem Traktor zog er den Wagen aus dem Bachbett. Er entdeckte den 26-Jährigen, konnte aber die Vordertür nicht öffnen. Es gelang ihm jedoch, über eine Seitentür an den jungen Mann zu gelangen. «So konnte ich überprüfen, ob er noch Puls hat», sagt er zum TV-Sender «TeleZüri». Der Mann habe geröchelt. Weil er kein Telefon bei sich hatte, konnte er nicht Alarm schlagen. «Ich hoffte, dass uns bald jemand entdeckte», fuhr er fort. 

Diese Hilfe traf dann auch ein. Der Rettungsdienst führte eine Erstbetreuung durch. Mit der Rega wurde der 26-Jährige ins Spital geflogen. Der Mann war ansprechbar, hat aber gemäss der Polizei schwere Kopfverletzungen erlitten.  Wegen Verdacht auf Fahrunfähigkeit verfügte die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen eine Blut- und Urinprobe. Die Lenker der beiden anderen Wagen blieben unverletzt.

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