11.08.2014 14:54
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bern
BE: Überflutete Felder und gesperrte Strassen
Über einige Regionen in der Schweiz sind in der Nacht auf Montag heftige Gewitter hinweggezogen, zum Teil mit viel Regen und heftigen Windböen. Besonders betroffen war einmal mehr der Kanton Bern und zwar vor allem im Aare- und im Gürbetal.

Wegen Erdrutschen, Überschwemmungen oder der Gefahr von Rutschungen wurden in der Nacht auf Montag im Gürbetal und im angrenzenden Gantrischgebiet mehrere Hauptstrassen gesperrt, wie der TCS Schweiz und die Berner Kantonspolizei mitteilten.

Gürbe tritt über Ufer

Im Gürbetaler Dorf Toffen trat die Gürbe über die Ufer und überschwemmte - zusammen mit Wasser aus den Dorfbächen - Keller und Strassen. In der Ebene neben dem Fluss bildete sich ein See.

Am Rand des Aaretals, bei Tägertschi, unterbrach die SBB am Montagmorgen vorsorglich den Betrieb auf der Bahnlinie Bern-Luzern und der Strecke der Berner S-Bahn-Linie 2. Ein Bach war über die Ufer getreten. Nach einer Stunde gab die SBB nach einer Kontrolle des Bahndamms die Geleise wieder frei.

Intensiver Niederschlag

Im Gantrischgebiet fielen in der Nacht auf Montag laut Angaben des bernischen Amts für Wasser und Abfall innert weniger Stunden 60 Millimeter Niederschlag. Noch etwas mehr, nämlich 63 Millimeter, registrierte der Wetterdienst MeteoNews auf dem Hörnli im Zürcher Oberland.
In Luzern fielen 53 Millimeter Regen, in Wädenswil am Zürichsee und in Seegräben am Pfäffikersee fielen 47 Millimeter. Auf dem Napf im bernisch-luzernischen Grenzgebiet waren es 42 Millimeter.

Starke Windböen begleiteten da und dort die Gewitter: Den heftigsten Windstoss von 109 Stundenkilometern registrierten die Meteorologen auf dem Napf. Auf dem Moléson im Kanton Freiburg wurden Böen mit 104 km/h gemessen und in Schaffhausen sowie auf dem Bantiger bei Bern solche mit 92 km/h.

Wieder Schiffe zwischen Biel und Solothurn

Aus dem Kanton Bern kamen am Montag nicht nur Meldungen zu Überschwemmungen: Die Bielersee-Schifffahrtsgesellschaft gab bekannt, dass sie am Dienstag die Kursschifffahrt zwischen Biel und Solothurn wieder aufnehmen kann. Dies nach einem einmonatigen Betriebsunterbruch wegen der starken Niederschläge von Anfang Juli.

Der Wasserstand der Aare im Nidau-Büren-Kanal ist so weit gesunken, dass die Kursschiffe wieder verkehren dürfen.

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