8.11.2017 14:11
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bern
Berufsbildung: Mehr Fremdsprachenunterricht
Lernende sollen dazu motiviert werden, Fremdsprachen zu erlernen. Das fordert der Bundesrat. Er wünscht sich auch, dass die Angebote erweitert werden. Entscheiden sollen aber die Berufsverbände.

Fremdsprachenkenntnisse seien angesichts der internationalisierten Arbeitswelt immer wichtiger, heisst es in einem Bericht des Departements für Wissenschaft, Bildung und Forschung (WBF), den der Bundesrat am Mittwoch genehmigt hat. Die Förderung des Fremdsprachenerwerbs trage dazu bei, Jugendliche bestmöglich für den Arbeitsmarkt zu rüsten.

Alle involvierten Akteure sollten ihre Anstrengungen intensivieren, bestehende Angebote zu erweitern und die Jugendlichen anzuspornen, diese auch in Anspruch zu nehmen. Dazu gehörten der bilinguale Unterricht, die mehrsprachige Berufsmaturität und sprachliche Freikurse an Berufsfachschulen.

Nicht für jeden Beruf

Es sei darauf hinzuwirken, dass Fremdsprachenunterricht in immer mehr beruflichen Grundbildungen obligatorisch werde, schreibt der Bundesrat. Er hält aber auch fest, dass nicht in jedem Beruf eine Fremdsprache zwingend erforderlich sei.

Zudem müssten immer mehr Inhalte in die beruflichen Grundbildungen integriert werden. Der Entscheid, ob und welche Fremdsprache in einer beruflichen Grundbildung unterrichtet werde, liege bei den Berufsverbänden.

Sprachdiplome anstreben


Lernende sollten aus Sicht des Bundesrates indes dazu motiviert werden, internationale Sprachdiplome zu erlangen. Beim Nachweis von Fremdsprachenkompetenzen ohne internationales Diplom spricht sich der Bundesrat für eine Niveaueinteilung nach europäischen Standards aus.

Den Bericht hatte der Nationalrat gefordert. Unter anderem sollte der Bundesrat prüfen, ob eidgenössische Fähigkeitszeugnisse ein Vermerk über die Sprachkenntnisse enthalten sollten.

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