20.09.2019 19:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Parlament
BR will Innovationsförderung optimieren
Die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung Innosuisse soll mehr Spielraum bei der Erfüllung ihrer Aufgaben erhalten. Der Bundesrat hat am Freitag die Vernehmlassung zu Gesetzesanpassungen eröffnet.

Die heutigen Bestimmungen im Bundesgesetz über die Förderung der Forschung und der Innovation liessen wenig Spielraum, um die Innovationsförderung innert nützlicher Frist an ein dynamisches Umfeld anzupassen, schreibt der Bundesrat im Vernehmlassungsbericht.

Heute müssen Unternehmen als Umsetzungspartner zwingend 50 Prozent der Kosten der Innovationsprojekte tragen. Künftig sollen sie zwischen 40 und 60 Prozent übernehmen müssen. In begründeten Einzelfällen soll die Innosuisse auch höhere oder tiefere Beträge der Umsetzungspartner festlegen können.

Start-ups fördern

Weiter soll die Innosuisse Innovationsprojekte von Start-ups zur Vorbereitung des Markteintritts fördern können. Damit will der Bundesrat den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis beschleunigen und der Start-up-Ökonomie zusätzlichen Auftrieb verleihen, wie er schreibt.

Heute können Start-ups bei der Innosuisse Unterstützung in den Bereichen Weiterbildung, Coaching und Internationalisierung beantragen und als Umsetzungspartner bei Innovationsprojekten mitwirken.

Mehr Nachwuchsförderung

Mehr Spielraum soll die Innosuisse ausserdem in der Nachwuchsförderung, bei der Förderung des wissenschaftsbasierten Unternehmertums und dem Wissens- und Technologietransfer erhalten

Weitere Gesetzesanpassungen betreffen die Reserven des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Innosuisse. Die bis anhin fixe Reserveobergrenze von zehn Prozent des jeweiligen jährlichen Bundesbeitrags soll ausnahmsweise und zeitlich limitiert überschritten werden dürfen.

Die Vernehmlassung dauert bis zum 20. Dezember.

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