7.09.2013 13:09
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
St. Gallen
Brand zerstört 1 Million Topfpflanzen
Ein Grossbrand in einer Grossgärtnerei in Züberwangen im St. Galler Fürstenland hat in der Nacht auf Samstag einen Sachschaden in zweistelliger Millionenhöhe angerichtet. Eine Million Topfpflanzen wurden ein Raub der Flammen. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Das Feuer, das in der Region Wil-Uzwil wegen der schwarzen Rauchsäule weitherum sichtbar war, wütete auf einer Fläche von etwa 20 Fussballfeldern. Laut Angaben der Besitzerfamilie blieben auf dem 150'000 Quadratmeter grossen Firmenareal nur 10'000 Quadratmeter verschont. Die Flammen frassen sich den Weg durch die riesige Anlage mit Treibhäusern, die mit Kunststoff eingekleidet sind. 

Brand am Samstagmorgen gelöscht

Entwarnung konnte die Polizei am Samstagmorgen insoweit geben, als die Feuerwehren die Flammen noch in der Nacht auf Samstag in den Griff bekommen hatten. Am Samstagmorgen mussten noch Glutnester unschädlich gemacht werden. 

Kantonspolizeisprecher Bruno Metzger sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, es sei ein Sachschaden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden. Personen wurden nicht verletzt, weder beim Brand noch bei den Löscharbeiten. Zudem wird laut Polizeiangaben niemand vermisst. 

Ermittelt wird in alle Richtungen 

Die Brandursache ist nicht bekannt. Fachdienste der Polizei und die St. Galler Staatsanwaltschaft nahmen die Untersuchungen auf. Es werde in alle Richtungen ermittelt, betonte Metzger. Die Möglichkeit einer Brandstiftung werde nicht ausgeschlossen. 

Die Meldung über den Brand im 100-jährigen Traditionsunternehmen war am Freitag um 18.30 Uhr bei der kantonalen Notrufzentrale eingegangen, wie die Kantonspolizei in der Nacht auf Samstag mitteilte. Den Augenzeugen bot sich das Bild einer brennenden Zeltstadt. Die schwarze Rauchsäule zog zahlreiche Schaulustige an. Sie behinderten laut Polizei die Anfahrtswege der Rettungskräfte auf der Hauptstrasse Wil-Zuzwil, sodass der Verkehr zeitweise zum Erliegen kam. 

Anwohner zurück in den Häusern 

100 Feuerwehrleute aus fünf regionalen Feuerwehren mit 10 Gross- und 8 Kleinfahrzeugen standen im Einsatz. Sie konnten ein Übergreifen des Brandes auf ein Düngemittellager und einen Grosstank verhindern. 

20 Bewohnerinnen und Bewohner von zwei nahe gelegenen Häuserreihen mussten vorsorglich evakuiert werden, konnten aber gegen Mitternacht in ihre Häuser zurückkehren. Anwohner und erschöpfte Feuerwehrleute wurden von Notärzten und Rettungsteams betreut.

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