20.03.2018 12:50
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Sicherheit
Brandgefahr: Vorsicht vor Akkus
Ein brennender Akku am E-Bike oder ein im Keller in Brand geratenes Modellflugzeug: Weil zunehmend mehr Geräte mit einem Lithium-Akku betrieben werden, veröffentlicht die Beratungsstelle für Brandverhütung (BfB) Sicherheitstipps zur Verhinderung von Brandunfällen. Besondere Gefahr geht von Modellflugzeugen aus.

Bei den meisten elektronischen Geräten würden eine interne Laderegelung und eine Zellüberwachung verhindern, dass das Gerät überhitze, schreibt die BfB am Dienstag in einer Mitteilung. Bei Modellflugzeugen respektive im Modellbaubereich würde auf diese Überwachungseinrichtung oft verzichtet, um Gewicht einzusparen.

Ohne Schutzmechanismus könnten die Einzelzellen überladen und dadurch einen Brand auslösen. «Wenn der Akku eines Modellflugzeugs im Keller geladen wird, kann dies gefährlich werden», erläuterte eine Mitarbeiterin der BfB auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Die BfB rät, solche Akkus beim Laden auf eine feuerfeste Unterlage zu legen und genügend Abstand zu brennbaren Materialien einzuhalten. Sie sollten zudem nicht überladen werden, sondern nach dem Laden vom Stromnetz genommen werden. Die BfB rät weist zudem darauf hin, Akkus im Trocknen bei 10 bis maximal 40 Grad und immer in einem verschliessbaren, feuerfesten und isolierten Behälter zu lagern.

Geringere Gefahr bei Smartphones

Bei Smartphones besteht gemäss der BfB-Mitarbeiterin eine geringere Brandgefahr. Allerdings war in den Medien in letzter Zeit des Öftern von explodierten Handyakkus zu lesen. Die Mitarbeiterin der BfB rät daher, auch solche Geräte auf einer nicht-brennbaren Unterlage wie einer Glasplatte zu laden.

Sollte es tatsächlich zu einem Brand wegen eines Akkus kommen, dürfen die Brandgase wegen der Vergiftungsgefahr nicht eingeatmet werden. Die BfB weist zudem darauf hin, den Brand wegen der Explosionsgefahr nicht mit Wasser, sondern mit einer Löschdecke zu löschen.

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