13.06.2016 14:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Devisen
Brexit-Angst - Franken legt zu
Die Angst vieler Anleger vor einem möglichen EU-Austritt Grossbritanniens hat dem Franken zu einem neuerlichen Höhenflug verholfen. Am Montag erreichte die Schweizer Währung zum Euro den höchsten Stand seit gut drei Monaten: Ein Euro kostete nur noch 1,0838 Franken.

Vor einer Woche notierte die Gemeinschaftswährung noch bei rund 1,11 Franken. «Es sind weiterhin die Befürchtungen über einen Brexit am 23. Juni, welche zu den Gewinnen beim Franken führen», erklärten Analysten der Zürcher Kantonalbank. Ein Absturz des Euro im Vergleich zum Franken sei jedoch nicht zu befürchten. Die Schweizer Notenbank würde das mit Stützungskäufen verhindern, erklärten die Experten.

Die Währungshüter kämpfen mit Negativzinsen und Stützungskäufen gegen den steigenden Franken - denn dieser schwächt die exportorientierte Schweizer Wirtschaft. Die Währung gilt bei vielen Investoren als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten - und ist daher in Zeiten turbulenter Finanzmärkte stets gefragt.

Der starke Franken mache die für Donnerstag angesetzte vierteljährliche Lagebeurteilung der Schweizer Notenbank «etwas aufregender», schreibt Julius-Bär-Währungsexperte Jürg Mettler. Zwar werde die SNB nicht an der Zinsschraube drehen. Der Höhenflug des Franken könnte die SNB jedoch dazu veranlassen, stärker am Devisenmarkt zu intervenieren, um einen weiteren Wertzuwachs zu verhindern.

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