8.07.2013 16:37
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Klima
Bund lanciert Informationsplattform für Wasserknappheit
Die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL hat die Informationsplattform trockenheit.ch in Betrieb genommen. Darauf sind Abflussmengen von Flüssen sowie Niederschläge und Bodenfeuchte abrufbar. Mit der Plattform sollen drohende Wasserengpässe in der Schweiz frühzeitig erkannt werden.

Dass das Wasser auch im Wasserschloss Schweiz knapp werden  könne, habe sich etwa im Hitzesommer 2003 oder im Herbst 2011  gezeigt, teilte die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und  Landschaft (WSL) am Montag mit. Mit der neuen Plattform sollen sich  betroffene Wirtschaftszweige deshalb frühzeitig über drohende  Wasserengpässe informieren können.

Den Anstoss für dazu hatte der Thurgauer SVP-Nationalrat und  frühere Bauernpräsident Hansjörg Walter gegeben. Er forderte den  Bundesrat in einem Vorstoss auf, Lösungsansätze für vorübergehende  Wassermängel aufzuzeigen. In der Folge beschloss die  Landesregierung im vergangenen November mehrere Massnahmen,  darunter den Aufbau eines Früherkennungssystems.

In der bundesrätlichen Strategie «Anpassung an den Klimawandel  in der Schweiz» wird die Sommertrockenheit als eine der grössten  Herausforderungen genannt. Der Bundesrat hält allerdings auch fest,  dass die Schweiz auch in ferner Zukunft über genügend Wasser  verfügen werde.

Ein Prototyp

Auf der Internetseite trockenheit.ch, die von der  Forschungsanstalt WSL unter Mithilfe des Bundesamts für Umwelt  sowie von MeteoSchweiz entwickelt wurde, werden etwa die Abflüsse  der mittleren und grösseren Fliessgewässer erfasst. Ausserdem sind  Informationen zu Niederschlagsdaten sowie zur Bodenfeuchte  abrufbar.

Bei der Plattform handelt es sich um einen Prototyp. In den von  Wasserknappheit betroffenen Wirtschaftszweigen wie der  Landwirtschaft wird das neue Angebot nun bis Ende 2014 geprüft. 

www.trockenheit.ch

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