1.09.2013 12:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/bnd
Esaf
Bundespräsident Maurer: Wurzeln, Werte und Weitsicht
Wurzeln, Wert und Weitsicht, dies sei das Rezept für die Zukunft. Dies sagte Bundespräsident Ueli Maurer am Sonntagmorgen am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf.

Bei Sturm brauche jeder Baum starke Wurzeln, sagte Maurer. Das sei auch bei einem Land nicht anders. Den Wurzeln gelte es Sorge zu tragen, «gerade jetzt, wo sich um uns herum viel bewegt», betonte Maurer. 

Dieser Wurzel müssen wir Sorge tragen

Er freue sich, dass heute wieder viele Menschen das Bedürfnis hätten, nach den Wurzeln und der Herkunft des Landes zu suchen, führte der Bundespräsident aus. Noch vor einigen Jahrzehnten sei zum Beispiels das Schwingen als etwas ländliches, ja hinterwäldlerisches angesehen worden, heute sei dies ganz anders. Eine Wurzel der Schweiz sei stets auch die Freiheit gewesen. «Dieser Wurzel müssen wir Sorge tragen», sagte Maurer. 

Die Schweiz habe stets gewusst, dass sie fleissiger sein müsse, um Erfolg zu haben. Aber auch Bescheidenheit sei ein schweizerischer Wert. Eine der grössten Tugenden des Landes sei die Eigenverantwortung, führte Maurer aus. Dies seien alles Werte, die sich am Eidgenössichen Schwing- und Älplerfest fänden. Ein solches Fest könne nur stattfinden, wenn alle einander helfen würden und versuchten, mehr zu machen, als unbedingt nötig. 

Schweiz braucht Weitblick

Schliesslich brauche es aber auch Weitblick, betonte Maurer. Derzeit werde ja etwa die Zukunft des Schwing- und Älplerfests diskutiert. Die Frage sei gestellt, ob es zu gross und zu kommerziell sei, ob nun eine Grenze überschritten worden sei.  

Wenn man auf die Wurzeln baue, die Werte berücksichtige und mit Weitsicht agiere, werde man den Weg finden, zeigte sich der Bundespräsident überzeugt. Auch die Schweiz brauche Weitblick und Balance, «immer im Wissen woher wir kommen». 

Am Festakt präsentierte sich das Emmental nochmals von seiner traditionellen Seite mit Musik- und Turndarbietungen. Schliesslich konnte der OK-Präsident des Burgdorfer Fests offiziell die Fahne von den Veranstaltern des letzten «Eidgenössischen» in Frauenfeld übernehmen.

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