24.05.2017 15:03
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Schwyz und Uri
Bundesrat genehmigt Richtpläne
Der Bundesrat hat am Mittwoch die Richtpläne der Kantone Schwyz und Uri genehmigt. Diese mussten ans revidierte Raumplanungsgesetz angepasst werden. Im Zentrum steht die Überprüfung der Bauzonen.

Deren Grösse muss dem voraussichtlichen Bedarf für die nächsten fünfzehn Jahre entsprechen. In Uri beträgt die Auslastung lediglich 96 Prozent, zudem ist ein Bevölkerungsrückgang möglich, wie es in einer Mitteilung heisst. Das bedeutet, dass zu grosse Bauzonen ausgezont werden müssen.

Gemäss neuem Richtplan haben die Gemeinden fünf Jahre Zeit, Massnahmen für eine Bauzonenauslastung von 100 Prozent festzulegen. Auf der anderen Seite gelten strenge Vorgaben für den Umgang mit Kulturland. Uri hält den Mindestumfang an Fruchtfolgeflächen nur noch ganz knapp ein, weshalb jede neue Einzonung ausgeglichen werden muss. 

Bevölkerungswachstum

Schwyz dagegen geht von einem Bevölkerungswachstum aus. Gemäss neuem Richtplan sollen 60 Prozent der zusätzlichen Bewohnerinnen und Bewohner im urbanen Raum Platz finden, 30 Prozent im umliegenden Siedlungsgebiet und 10 Prozent im ländlichen Raum. Die Schwyzer Gemeinden haben daher den Auftrag, die Siedlungsentwicklung nach innen zu lenken: Bis 2040 müssen sie die Bevölkerungsdichte im urbanen und im periurbanen Raum um 10 Prozent erhöhen. Für neue Einzonungen sind minimale Bevölkerungsdichten einzuhalten.

Das revidierte Raumplanungsgesetz ist 2013 an der Urne angenommen worden. Die Frist zur Anpassung der Richtpläne läuft bis Anfang Mai 2019. Bis ein neuer Richtplan gilt, sind Einzonungen nur mit Einschränkungen möglich. Neben Schwyz und Uri verfügen die Kantone Genf, Basel-Stadt, Zürich, Bern und Luzern über einen Richtplan, der die Vorgaben des revidierten Gesetzes erfüllt.sda

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