Dienstag, 3. August 2021
03.01.2018 12:07
Wetter

Burglind fegt über die Schweiz

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: blu/sda

Heftige Sturmwinde haben am Mittwochmorgen die Schweiz erfasst. Mit über 130 km/h fegt der Wintersturm «Burglind» über das Flachland. Auf dem Pilatus wurden gar fast 200 km/h gemessen. Mit Videos und Bildern

Mit unglaublicher Wucht hat «Burglind» die Schweiz erfasst. Vorboten des Sturms machten sich bereits in der Nacht bemerkbar. Auf dem Säntis wurden gegen 4 Uhr Böen von bis zu 146 Kilometern pro Stunde gemessen. Im Laufe des Vormittags wurden die Winde noch stärker. 

Stromunterbruch

Die starken Winde haben teils zu Stromunterbrüchen im Kanton Bern gesorgt. Zudem haben umgeknickte Bäume zu Behinderungen gesorgt. Im Versorgungsgebiet der Centralschweizer Kraftwerke (CKW) sorgte der Wintersturm für mehrere Stromunterbrüche. Rund 6000 Kunden sind betroffen. Auch dem bernischen Energiekonzern BKW macht der Sturm zu schaffen. Rund 14’000 Kunden, vor allem im Berner Jura, im Emmental und im Oberland, mussten vorübergehend ohne Strom auskommen.

Auf dem Pilatus wurde mit 195 km/h einer neuer Rekordwert seit Messbeginn beobachtet. Starke Windböen wurden auch auf dem Bantiger bei Bern (155 km/h), in Mühleberg (148 km/h), in Thun (126 km/h), Zürich Fluntern (125 km/h), Egolzwil (123 km/h), Cressier (122 km/h) und Steckborn (121 km/h) gemessen.

Umgestürzte Bäume

Bei verschiedenen Kantonspolizeien gingen am Mittwochvormittag die Meldungen fast im Minutentakt ein. Zahlreiche Bäume und Bauabschrankungen fielen um, sodass es viele Behinderungen auf den Strassen gab. Auch ein Trampolin flog durch die Luft, wie ein Zürcher Polizeisprecher sagte.

In der Zentralschweiz brachte «Burglind» Baugerüste, Bäume und einen Lastwagen zu Fall. Zudem wurde ein Kleinflugzeug auf dem Gelände der RUAG beim Flugplatz Buochs vom Wind auf den Rücken gelegt. Bisher wurden drei Personen verletzt. Im Kanton Luzern erlitt eine Person Schnittwunden im Gesicht, weil sie in ihrem Auto sass, als dessen Frontscheibe in Brüche ging. Im Kanton Neuenburg stürzten zwei ältere Menschen, weil der Wind sie umwehte.

Es folgt viel Regen

Die stärksten Windböen dürften nun aber langsam durchgezogen sein. Es folgen aber starke Niederschläge, die bis am Donnerstagabend anhalten dürften. Es gelangt sehr milde Luft in die Schweiz und die Schneefallgrenze steigt auf 2000 Meter. Mit dem sehr ergiebigen Regen kommt viel Wasser zum Abfluss. Lokal könnte Hochwasser die Folge sein.

Der Wetterdienst des Bundes, MeteoSchweiz, hatte für Mittwoch für weite Teile der Schweiz eine Sturmwarnung der Gefahrenstufe 3 («erheblich») herausgegeben. Die Skala ist 5-stufig und reicht von «keine oder geringe Gefahr» bis zu «sehr grosse Gefahr». 

Wie sieht es bei Ihnen aus? Hat Burglind für Schäden gesorgt? Senden Sie uns Ihre Bilder und Videos an redaktion@schweizerbauer.ch

Ausführliche Wetterinfos finden Sie hier

Mehr zum Thema
Allerlei

Aus den Gärresten von Biogasanlagen sollen künftig Verbundwerkstoffe hergestellt werden. - lid Forscher der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) in Denkendorf haben aus Gärresten einer Biogasanlage einen Verbundwerkstoff…

Allerlei

In der Kategorie Meitli2 (M2) siegte Jolina Zemp. - zvgKategorie Zwergli:_Ruch (rot) vs Heutschi. - zvgKategorie Frauen: Brunner vs Riesen (blau). - zvgKategorie Meitli1 (M1): Philipona (schwarz) vs Linggi. -…

Allerlei

In Griechenland und der Türkei wüten Waldbrände. - pixabay Tausende Feuerwehrleute haben in Griechenland und der Türkei den Kampf gegen die verheerenden Waldbrände fortgesetzt. Bei einem gewaltigen Feuer auf dem…

Allerlei

Am Nationalfeiertag halten die Bundesräte zahlreiche Reden.  - EDI ENGELER Mit Zuversicht, Mut und Zusammenhalt in die Zukunft: Gleich drei Bundesräte haben am Samstag in ihren 1.- August-Reden diese Werte…

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE