23.12.2019 06:39
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Welthandel
China muss Schweinefleisch importieren
China will im kommenden Jahr die Importzölle für 850 Produkte senken. Dabei gehe es um Schweinefleisch, Avocados oder bestimmte Computerchips, teilte das Finanzministerium in Peking am Montag mit.

Wegen der seit mehr als einem Jahr grassierenden afrikanischen Schweinepest muss China dringend mehr Schweinefleisch aus dem Ausland importieren. Nach Schätzungen ist rund die Hälfte des Tierbestandes durch das für den Menschen ungefährliche Virus dahin gerafft worden.

Der Preis für Schweinefleisch hat sich bereits verdoppelt und ist ein starker Inflationstreiber geworden. China ist der grösste Konsument und Produzent von Schweinefleisch weltweit. Die starke Nachfrage aus China lässt auch in Deutschland die Fleischpreise steigen.

Indirekte Industrieförderung

Die Zollsenkungen betreffen Importe, die nach Berechnungen der Finanzagentur Bloomberg 2018 ein Volumen von 389 Milliarden US-Dollar erreicht haben. Sie sollen nicht nur die Verbraucher entlasten und die heimische Nachfrage ankurbeln, sondern auch die Entwicklung der High-Tech-Industrie fördern.

Offen blieb zunächst, ob die neue Massnahme Chinas in Zusammenhang mit den Handelsstreit mit den USA stehen.

US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, beide Länder würden «sehr bald» die erste Stufe ihrer Vereinbarung zur Lösung des seit Monaten anhaltenden Konflikts unterzeichnen. Es sei ein Durchbruch erzielt worden, sagte Trump am Samstag (Ortszeit) auf einer Veranstaltung in Florida.

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