21.02.2018 09:38
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Plastikverpackung unbeliebt
Deutschlands Verbraucher sehen den in Supermärkten zu beobachtenden Trend zu mehr Obst und Gemüse in Plastikverpackungen äusserst kritisch. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor.

Demnach bewerten mehr als 80 Prozent der Befragten Verpackungen bei Produkten wie Obst und Gemüse als „grundsätzlich überflüssig“. Insgesamt 94 Prozent der Verbraucher gaben an, dass bei vielen Produkten weniger Verpackungsmaterial ausreichen würde.

Zudem achten laut pwc-Studie rund drei Viertel der Supermarktkunden beim Einkauf von Lebensmitteln darauf, Produkte mit so wenig Verpackung wie möglich zu kaufen. Etwa jeder Dritte würde sogar auf ein Produkt verzichten, weil es zu viel oder nicht nachhaltig verpackt ist.

Handel soll Druck ausüben

Nach Angaben von PwC würden die meisten Konsumenten Massnahmen begrüssen, um die Verwendung von Plastikverpackungen zu verringern. Dabei sehen sie vor allem den Handel in der Pflicht.

Dieser sollte Druck auf die Hersteller ausüben, um auf wiederverwertbare Materialien zu setzen oder generell weniger Verpackungsmaterialien zu verwenden. Darüber hinaus sehen mehr als 80 Prozent der Verbraucher den Gesetzgeber in der Pflicht.

Verbot wäre wirksam

Sie halten ein gesetzliches Verbot bestimmter Verpackungen oder Verpackungsmaterialien für eine wirksame Massnahme, um den Verpackungsmüll einzudämmen. Eine Selbstverpflichtung der Hersteller und Händler zur Reduzierung des Verpackungsmülls wäre nach Einschätzung von rund drei Vierteln der Verbraucher effektiv.

Lediglich gut zwei Drittel der Befragten vertrauen auf die eigene Selbstkontrolle, wenn es darum geht, den Verpackungsmüll zu reduzieren. Hingegen sehen sich nur 15 % der Verbraucher selbst als Hauptverantwortliche. 

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