2.03.2016 17:20
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Bern
Dank Äss-Bar: 40 t Backwaren landen nicht im Abfall
Seit einem Jahr existiert in Bern die Äss-Bar. 40 Tonnen Backwaren konnten seither verkauft und damit Food Waste verhindert werden. Die Eröffnung einer zweiten Filiale wird derzeit geprüft.

Die Äss-Bar öffnete vor einem Jahr in der Berner Marktgasse ihre Türen mit dem Ziel, Food Waste zu verhindern. Seither konnten 40 Tonnen Backwaren unter die Leute gebracht werden, die in Bäckereien am Vortag bis Ladenschluss nicht verkauft wurden.

"Aufgrund der Erfahrung des Verkaufsladens in Zürich haben wir mit diesen Mengen gerechnet. Trotzdem ist diese Zahl eine Riesen-Freude. Jedes Brot, das wir an eine Kundin oder einen Kunden verkaufen ist ein Schritt gegen Food Waste", sagt Geschäftsführer Simon Weidmann gegenüber dem LID. Ob aufgrund des Erfolgs Bernerinnen und Berner bald eine zweite Verkaufsstelle erhalten? "Wir sehen noch Potenzial für das Konzept Äss-Bar in Bern. Eine zweite Verkaufsstelle ist eine Option, die wir am prüfen sind", verrät Simon Weidmann.

Rund ein Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel landen nicht auf dem Teller. Die Äss-Bar will mit ihrem Konzept gegen diese Lebensmittelverschwendung vorgehen. Neben den Verkäufen im Laden werden unter anderem auch Backwaren für Privat- oder Firmenanlässe geliefert und "Mein Küchenchef" verarbeitet übrig gebliebenes Brot zu Brotlasagne und anderen Gerichten, heisst es in einer Medienmitteilung.

Das Konzept gibt es in Zürich seit 2013. Mitinhaberin der Berner Äss-Bar ist die Oekonomische und Gemeinnützige Gesellschaft Bern (OGG).

Konzept

Backwaren und Patisserie, die von den Berner Bäckereien bis Ladenschluss nicht verkauft werden konnten, werden am Folgetag in der Äss-Bar unter dem Motto „frisch von gestern“ zu einem reduzierten Preis angeboten. Jene Lebensmittel, die wiederum bei der Äss-Bar innerhalb eines Tages nicht über den Ladentisch gehen, werden an verschiedene Organisationen weitergegeben oder zu Biogas verarbeitet. Zentral ist, dass alle Lebensmittel in der Wertschöpfungskette bleiben. Damit leisten alle Beteiligte einen Beitrag gegen Food Waste.

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