4.05.2015 19:13
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Hochwasser
Dauerregen mit Folgen
Überschwemmte Ufer, Erdrutsche und gesperrte Strassen: Der Dauerregen der vergangenen Tage hat Folgen. Besonders hart traf es am Montag den Kanton Bern. Der Thuner- und der Bielersee erreichten die Hochwassermarken. Auch in der Romandie liessen die starken Regenfälle mehrere Flüsse anschwellen.

In der Zürcher Gemeinde Dübendorf musste eine Brücke wegen des Hochwassers gesperrt werden, am Greifensee bei Uster ZH wurden mehrere Abschnitte des Uferweges aus Sicherheitsgründen geschlossen. Im luzernischen Horw wurde die Seestrasse wegen eines Erdrutsches gesperrt. Rund 250 Kubikmeter Geröll verschütteten die Strasse auf einer Länge von rund 50 Metern.

Im Kanton Aargau bereitet man sich derweil auf die Wassermassen vor. In Brugg an der Aare und in Wallbach am Rhein sind am Montag mobile Hochwasserschutz-Elemente aufgebaut worden. In den letzten drei Tagen sei an manchen Orten so viel Regen gefallen wie normalerweise im ganzen Monat Mai, teilte MeteoSchweiz mit.

In der Romandie liessen die starken Regenfälle mehrere Flüsse anschwellen. In Monthey VS setzte der hohe Pegelstand der Vièze die Behörden in Alarmbereitschaft. Anwohner wurden am Montagmorgen angewiesen, sich auf eine allfällige Evakuierung vorzubereiten. Dieser Alarm wurde gegen 16.45 Uhr aufgehoben, weil sich die Lage stabilisierte und der Abfluss leicht zurückging.

Der Skiort Les Crosets im Val d'Illiez ist wegen drohenden Erdrutschen auf der Strasse nach Champoussin von der Aussenwelt abgeschnitten. Die 80 Einwohner wurden gegen Mittag informiert. Rund 20 Einwohner blieben im Dorf oben. Die anderen, darunter viele Familien, kamen bei Freunden oder Angehörigen in der Region unter. Auch in Saint-Gingolph VS am Genfersee blieb die Lage angespannt. Dort waren am Samstag Schlamm und Schutt ins Dorf gespült worden. Die Strasse zwischen Saint-Gingolph an der französischen Grenze und Le Bouveret in Richtung Wallis konnte nur einspurig befahrt werden.

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