18.06.2016 08:36
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Unwetter
Dauerregen wegen abgekühlten Luftmassen
Der Regen scheint in diesen Tagen kein Ende zu nehmen. Für den Regen verantwortlich sind Luftmassen, die sich abkühlen. Es gibt drei Möglichkeiten, wie das geschehen kann, wie SRF Meteo in einer Mitteilung schreibt. Die aktuellen Regenfälle sind eine Kombination davon.

1. GROSSFLÄCHIGES AUFGLEITEN: Fliesst warme Luft auf kalte Luft zu, wird sie auf die kalte Luft aufgeschoben. Denn warme Luft ist leichter als kalte. Die aufgeschobene Luft kühlt sich dabei ab. In der Folge kondensiert die Luft, sie wird also flüssig. So bilden sich Wolken, später fällt der Regen. Wird Warmluft ohne Ende auf Kaltluft gehoben, kann es zu intensivem Landregen kommen.

2. KONVEKTION: Scheint die Sonne im Sommer steil auf den Boden, so erwärmt sich dieser stark. Die erhitzten Luftteilchen steigen rasch in die Höhe und kühlen dort stark ab. Es bilden sich daher Quellwolken, was zu Regenschauern und Gewittern führt. Nimmt die Temperatur in der Höhe stark ab, können diese heftig ausfallen. Während in den kommenden Tagen nicht mehr mit flächendeckendem Regen gerechnet wird, dürfte die Konvektion laut SRF Meteo weiterhin für lokal heftige Gewitter sorgen.

3. DER ALPENRIEGEL: Werden Luftmassen von Süden oder Norden gegen die Alpen geführt, werden sie gezwungen, aufzusteigen. Auch hier führt das Aufsteigen dazu, dass sich die Luft abkühlt und sich Niederschlag bildet. Fliesst lange Zeit feuchte Luft aus der gleichen Richtung zu den Alpen, gibt es lang anhaltende Stauniederschläge. Während der Alpenniederschlag im Norden kaum eine Rolle spielt, trugen im Tessin in den vergangenen Tagen alle drei Prozesse zu den starken Niederschlägen bei.

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