1.09.2013 22:36
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/Bilder sam/sal
ESAF 2013
Die schönsten Impressionen rund um das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2013
Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf ist in jeder Hinsicht zu einem Heimspiel der Berner geworden. Neuer Schwingerkönig ist der 27-jährige Lokalmatador Matthias Sempach. Sehen Sie hier noch einmal die Bilder der schönsten Augenblicke vom Tag der Entscheidung.

Sempach ist nur sechs, sieben Kilometer von der Schwingerarena in Burgdorf aufgewachsen. Für ihn sei heute ein Bubentraum in Erfüllung gegangen, sagte der Alchenstorfer unmittelbar nach die Sieg. Dann musste der neue König den Tränen der Freude und Erleichterung freien Lauf lassen.

Als fairer Verlierer erwies sich der Zweitplatzierte, der Seeländer Christian Stucki. Nach seiner Niederlage umarmte er seinen Bezwinger herzlich und verabreichte ihm ein «Müntschi» auf den Kopf. Freude und Enttäuschung hielten sich bei ihm die Waage. Die Berner Schwinger dominierten das sportliche Geschehen von allem Anfang an. Einzig der Titelverteidiger, Kilian Wenger, musste sich früh das Sägemehl vom Rücken klopfen lassen.

Friedliche, fröhliche Stimmung

Tausende Fans und Festplatzbesucher erlebten in- und ausserhalb der Schwingerarena ein gemütliches, friedliches und frohes Fest. Zu nennenswerten Problemen oder Zwischenfällen kam es nicht. Einzig die Wespen erwiesen sich immer wieder als Spielverderber.

Bundespräsident Ueli Maurer zeigte sich diesbezüglich in seiner Festansprache überzeugt, dass man einen Weg finden werde. Den Schwingern, wie dem ganzen Land riet Maurer,  sich auf Werte und Wurzeln zu besinnen und mit Weitsicht zu handeln.

Sympathische Gastgeber

Bei alldem wohl unbestritten ist, dass die Emmentaler der Schwingerfamilie ein exzellentes und sympathisches Fest beschert haben. Freundlich und gemütlich war es in Burgdorf und die Emmentaler liessen es ihren Gästen an nichts mangeln. Das Emmental gilt als eine der Wiegen des Schwingsports. Dementsprechend stolz war das Burgdorfer Organisationskomitee, dass die Region erstmals in der Geschichte ein «Eidgenössisches» ausrichten durfte.

OK-Präsident Andreas Aebi zog am Sonntagabend eine positive Bilanz des Anlasses. Er sei tief beeindruckt, sagte Aebi. Alles sei ohne nennenswerte Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Auch die An- und Abreise der Schwingerfans sei gut verlaufen, und das im Vorfeld oft prophezeite Verkehrschaos sei ausgeblieben, doppelte der Geschäftsführer des Anlasses, Patrick Sommer, nach. «Wir sind rundum zufrieden», so das Fazit der Veranstalter.

Auch die Kantonspolizei Bern zog am Sonntagabend eine positive Bilanz und teilte mit, dass die Santiätspolizei 1500 Personen versorgen musste - mehrheitlich wegen der Wespenstiche, wegen Schnitt- und Sturzverletzungen sowie übermässigen Alkoholkonsum. 60 Personen mussten ins Spital gebracht werden.

400 Extrazüge

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf begann am Freitag mit einem farbenfrohen Umzug. Am Samstag und am Sonntag standen die Wettkämpfe im Mittelpunkt; die Nacht gehörte jeweils den Festfreudigen.

Über die drei Tage hinweg transportierten SBB und BLS 109'000 Personen in 400 Extrazügen zum Schwingfest und wieder nach Hause. 680 Busse wurden eingesetzt und es kam nur zu wenigen Verspätungen, wie SBB-Sprecher Reto Schärli erklärte. Und er wand den Schwingfestbesuchern ein Kränzchen: Sie seien sehr angenehme und rücksichtsvolle Passagiere gewesen. Das nächste «Eidgenössische» findet in drei Jahren in Estavayer-le-Lac FR statt.

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