26.06.2017 12:03
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Österreich
Dürre in Oberösterreich
Die anhaltende Trockenheit und die heissen Temperaturen in Oberösterreich bringen die Felder zum Teil zum Verdorren. Die Weidebauern bangen um das Grünfutter für ihr Vieh.

In der vergangenen Woche rollte nicht nur über die Schweiz eine Hitzewelle, auch über unserem Nachbarland Österreich breitete sich die Hitze aus. Este Auswirkungen sind bereits zu sehen. Auf den Feldern wächst fast kein Gras mehr. Die nachwachsenden Futterhalme sind nach dem ersten Futterschnitt verdorrt.

Die Hitze und der beständige Wind liessen den Boden komplett austrocknen, berichtet orf.at Die Befürchtungen der Weidebauern werden von der laufenden Klimastatistik der Landwirtschaftskammer bestätigt. Die Trockenheit wird zu grossen Ernteausfällen führen. Im Vergleich zum Vorjahr kam es in Oberösterreich in den letzten 35 Tagen zu 50% weniger Niederschlagsmengen. Im Bezirk Perg seien es sogar 70%, wie Bezirksbauernobfrau Rosmarie Ferstl gegenüber orf.at  sagte. «In allen Ackerkulturen wird es enorme Ertragsverluste geben.»

Kein Futter und grosser Verlust

Einige Bauern in Perg A, wissen zurzeit nicht, wie sie ihre Tiere noch füttern sollen, weil es bei machen Feldern schon bis zu 60% weniger Ertrag gibt. Ein Landwirt schätzt seinen Verlust auf umgerechnet 11'000 Schweizer Franken.

Für die Bauern besteht die Möglichkeit, Dürreversicherungen abzuschliessen. Seit diesem Jahr gibt es bei der Hagelversicherung auch Absicherungen für Winterweizen und Zuckerrüben.

Weil die Getreide- und Maisernte im Bundesland Oberösterreich durch die Hitzewelle bedroht ist, muss mit der Ernte früher begonnen werden, als geplant. 


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