17.04.2019 08:00
Quelle: schweizerbauer.ch - jgr/pd
Zug
Durch die Chriesiblüten wandern
Die Wochen des Zuger «Chriesiblueschts» haben begonnen. Abhängig von der Höhenstufe zeigen die unterschiedlichen Sorten ihr Blütenkleid etwas früher oder später. Über das Zuger Blütentelefon von Zug Tourismus erfahren Interessierte, welche der Chriesi-Wanderrouten aktuell die schönste Blütenpracht offenbart.

Während der Chriesiblüte legt die Zuger Landschaft ihr strahlend weisses Sonntagskleid an. Trotz des späten Schneefalls und der Kälteeinbrüche von Anfang April hat die Bluescht an einigen Tallagen bereits begonnen.

In höheren Lagen am Zugerberg setzt die Blütezeit mit einigen Wochen Verzögerung ein. Zudem erblühen manche Kirschensorten früher als andere. Diese Verschiebungen bieten Gewähr, dass die Blütezeit praktisch während des ganzen Monats April genossen werden kann.

Drei Routen

Wer die Chriesibluescht aus nächster Nähe erleben möchte, dem seien die Chriesi-Wanderwege empfohlen, heisst es in einer Medienmitteilung. Es gibt drei Routen, die mitten durch das Blütenmeer führen.

Ausgehend von der Stadt Zug führt ein Rundweg Richtung Oberwil übers Bröchli und den Freudenberg zurück in die Stadt. Ein zweiter Chriesi-Wanderweg folgt dem Ostufer des Zugersees über Oberwil und Walchwil nach Arth.

Wer die Höhenlagen bevorzugt, der folgt dem Weg von der Stadt Zug aus über die Tschuepisweid auf den Zugerberg und weiter zum Kloster Gubel bis nach Menzingen. Jeder der drei Pfade zeigt übrigens das Zugerland von seiner besten Seite. Der Blick auf die Landschaft, auf das Alpenpanorama und den Zugersee bereitet das ganze Jahr über Freude.

Die Details zu den Routen findet man auf der Website www.zug-tourismus.ch. Der Schweizer Heimatschutz schlägt in seiner neusten Publikation «Heimatschutz unterwegs» ein Besuch im Zuger «Kirschenland» in Form einer Wanderung vor, die in Menzingen beginnend zum Kloster Gubel hinauf führt, von dort hinunter zum Schmidtli und über die Brunegg entlang des Zugerbergs zum Blasenberg, bergab in die Stadt Zug. Am Bundesplatz wird der Besuch des Zuger Kirschtorten-Museums bei Treichler, dem Erfinderhaus des Kirschgebäcks, empfohlen.

1000 Kirschbäume gepflanzt

Dass das Kanton Zug seinem Ruf als Chriesiland wieder alle Ehre macht, ist insbesondere auch das Verdienst der IG Zuger Chriesi. Während zehn Jahren sorgte der Verein mit seiner schweizweit bekannten Aktion «1000 Kirschbäume für Zug» dafür, dass Landwirte für die Pflanzung von neuen Chriesibäumen Pflegebeiträge erhalten.

Im vergangenen Jahr konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Die 1000 neu gepflanzten Bäume werden nun die Zuger Landschaft während Jahrzehnten bereichern.

Wo genau sich die Chriesibluescht gerade am schönsten präsentiert, lässt sich über das Blütentelefon erfahren, das die IG Zuger Chriesi in Zusammenarbeit mit Zug Tourismus betreibt. Unter der Telefonnummer 041 723 68 00 erfährt man, in welchem Gebiet des Kantons sich ein Frühlingsspaziergang gerade besonders lohnt. 

www.zugerchriesi.ch 

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